Springkraut wird weniger - Vierte Bekämpfungsaktion gegen den Neophyten im Perlbachtal

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Mit Sensen, Sicheln und Hauen rückten in diesem Jahr Vertreter der Marktgemeinde Mitterfels mit Bürgermeister Hein­rich Stenzel an der Spitze, des Baye­rischen Wald-Vereins (BWV) und des Mitterfelser Obst- und Garten­bauvereins zur vierten Aktion "Be­kämpfung des Springkrauts im Perl­bachtal" an.

Als Vertreter des Bund Natur­schutzes Straubing war Andreas Molz mit dabei. "Das Springkraut im Abschnitt zwischen Neumühle und Höllmühle ist erfreulich wenig geworden", betonte Bürgermeister Stenzel. Die Aktion, die in diesem Jahr zum vierten Mal durchgeführt wird, trage bereits Früchte. Vor al­lem auf der Wegseite sei kein Springkraut mehr zu finden. Wün­schenswert sei allerdings, die Be­kämpfung des Springkrauts groß­flächiger auszudehnen.

In diesem Zusammenhang infor­mierte Martin Graf, Vorsitzender des BWV, über Kontakte mit Land­wirten aus der Nachbargemeinde Gschwendt. Sie wollen im Gschwendter Moos das Indische Springkraut abmähen. Das Indische Springkraut mit seinen rosaroten Blüten gehört zu den so genannten Neophyten, einer eingewanderten Pflanzenart, die sich stark vermehrt und heimische Pflanzenarten wie den seltenen Trichterfarn im Perl­bachtal zu verdrängen droht. Die Pflanze mit ihren dicken, hohlen Stängeln stirbt im Winter vollstän­dig ab und hinterlässt kahle Ufer­streifen, die schutzlos der Erosion preisgegeben sind.

Die reifen Samen des Spring­krauts werden meterweit wegge­schleudert und haben eine Keimfä­higkeit bis zu acht Jahren. Am wirk­samsten bekämpft man das Spring­kraut vor der Blüte durch Ausreißen oder kurzes Abmähen. Wichtig ist, die Pflanze nicht aussamen zu lassen, denn nur der Samen kann über­wintern, betont Martin Graf.

Beim Gang durch das Bachtal zeigte sich, dass auf der Wegseite kaum noch Springkraut vorhanden ist. Auf der "wilden" Seite des Bachtales wurden die Pflanzen großflächig abgemäht. Wegen der kühlen Witterung im Mai stehen die Pflanzen noch nicht in Blüte.

Sichtlich vermehrt haben sich die Vorkommen des Trichterfarns. In diesem Jahr wurde die Aktion von der Höllmühle bis zum Hochseil­klettergarten ausgeweitet.

Auch südlich der Neumühle bis hinunter nach Kreuzkirchen gibt es noch größere Vorkommen des Springkrauts. Hier soll im kommen­den Jahr gearbeitet werden.


mehr in der Rubrik "Tourismus / Fremdenverkehr" finden Sie hier


Bericht und Bild : Straubinger Tagblatt 6.7.2010 (erö)

 

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