Neue Tourismus-Homepage und "vernetzter" Landkreis-Katalog in Vorbereitung

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"Ohne Internet bucht heute kaum jemand" - Neue Tourismus-Homepage und "vernetzter" Landkreis-Katalog in Vorbereitung

 

Online-Buchung, neuer Internetauftritt und per Mobiltelefon abrufbare Informationen: Vor allem die digitale Welt beherrschte am Mittwoch die Tourismusversammlung für den Landkreis Straubing-Bogen. "Ohne Internet bucht heute kaum noch jemand seinen Urlaub", sagte Alexander Anetsberger vom Tourismusverband Ostbayern. Einen gedruckten Landkreis-Katalog wird es zwar auch im nächsten Jahr geben, doch rückt die Internetpräsentation weiter in den Vordergrund beziehungsweise werden "Print" und "Web" stärker vernetzt.

 

 

So sollen in dem neuen Katalog QR-Codes abgedruckt sein, die zusätzliche Informationen auf das Mobiltelefon bringen - so, wie das auch schon bei der im vergangenen Jahr präsentierten Fahrradkarte der Fall ist. Um Kräfte zu bündeln, wird es ab dem nächsten Jahr außerdem nicht mehr einen Landkreis-Katalog - die bisherige "Urlaubsrevue" - und einen Extra-Prospekt für die Urlaubsregion Sankt Englmar geben, sondern beide erscheinen als ein gemeinsames Urlaubsmagazin, das "Mein Bayerischer Wald" im Titel tragen soll.

 

Wie wichtig diese bekannte Dachmarke als Stichwort ist, betonten Stephan Venus von der gleichnamigen Bogener Werbeagentur und Alexander Anetsberger bei der Versammlung im Sitzungssaal des Landratsamtes immer wieder. Der neue touristische Internetauftritt des Landkreises, den wie die Ideen für den Katalog Stephan Venus vorstellte, wird deswegen auch nicht mehr tourismus-straubing-bogen heißen, sondern unter www.bayerischer-wald.me im Netz stehen. Wobei das "me" nicht nur eine Kombi- Kombination ist, mit der die Adresse "Bayerischer Wald" noch zu haben war, sondern laut Venus durchaus mit Absicht auch das englische "Ich" meint: Man stoße hier aufs Feld von "social media" vor, also den persönlichen, vernetzten Internetangeboten.

 

Gute Lesbarkeit wichtig

Unter anderem eine höhere Trefferquote bei den Suchmaschinen verspricht man sich von dem neuen Auftritt, der sich außerdem ohne zusätzliche Programmierarbeit dem Medium anpasst, von dem aus er aufgerufen wird, egal ob heimischer Computer, intelligentes Telefon oder Flachbrettrechner. Wert gelegt wird darauf, dass in allen Versionen das Angebot übersichtlich, die Schrift gut lesbar und die Navigation einfach ist - nicht unwichtig in einer immer älter werdenden Gesellschaft, wie Venus betonte.

Bei der Datenbank, die hinter dem neuen Internetauftritt steht, ist ebenfalls Vernetzung angesagt. Damit Gastgeber, Ausflugsziele, Gastronomie, Veranstaltungen und vieles mehr gut präsentiert werden können, ist die Mitarbeit etlicher Menschen bei der Datenpflege nötig. Es könnten beispielsweise Museumsbetreiber selbst Einträge verfassen.

 

Auch Donau als Marke

Die Optik des gedruckten Kataloges soll der des Internetauftritts folgen. In prägnanten thematischen Kapiteln wird er unter anderem die unterschiedlichen Landschaften des Landkreises vorstellen, gedacht ist hier nicht nur an "In den Bergen", sondern auch an "Weites Land" oder "Am großen Strom". "Auch die Donau ist eine große Marke", betonte Tourismusreferentin Birgit von Byern, die unter anderem den Donauradweg, die Fähre und Möglichkeiten zum Baden erwähnte, "die Donau haben wir bisher ein bisschen vernachlässigt".

Die Kapitel richteten sich keineswegs nur an Urlauber aus weiter Ferne: Unter anderem gehe es auch um den Aspekt Naherholung. Laut Anetsberger kommen im Übrigen sogar 34 Prozent der Übernachtungsgäste des Bayerischen Waldes aus Bayern.

Während seinen Worten zufolge der Bayerische Wald bei Gästeankünften und Übernachtungen weiter zulegt - er sprach von 1,75 Millionen Gästen und rund 7,3 Millionen Übernachtungen, was fast fünf beziehungsweise über drei Prozent Zuwachs bedeutet -, sieht es im Landkreis nicht so rosig aus. Während es 2011 noch 682199 Übernachtungen gab, waren es im vergangenen Jahr nur 622766. Allerdings lag 2010 die Zahl mit 638598 Übernachtungen kaum höher, und deutlich bemerkbar gemacht hat sich im vergangenen Jahr die Schließung des Mondi-Hotels in Mitterfels. "Da gehen uns 300 Betten ab", sagte Landrat Alfred Reisinger, "und das Haus hatte immer eine gute Auslastung."

 

Wichtiger Wirtschaftszweig

Zwar machte Alexander Anetsberger darauf aufmerksam, dass heutige Übernachtungszahlen nur bedingt mit den früheren, sehr viel üppigeren, zu vergleichen seien, da heute jeder Übernachtungsgast vergleichsweise mehr Geld in der Region lasse, aber dennoch beschwor Landrat Reisinger die Versammelten, in ihren Bestrebungen nicht nachzulassen. Nach wie vor sei der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig für den Landkreis. Deswegen sei es richtig, den Entwicklungen im Internet zu folgen, sich bei Treffen wie der Tourismusversammlung auszutauschen und auch in größeren regionalen Zusammenhängen zu denken.

Anetsberger erwähnte noch, dass immer mehr Gäste aus Tschechien in den Bayerischen Wald kommen und zumindest gute Englischkenntnisse seitens der Gastgeber zur Verständigung daher immer wichtiger würden. Die Bettenauslastung habe im Bayerischen Wald 2007 bei durchschnittlich 27 Prozent gelegen, heute seien es über 31 Prozent. Rasant steige die Zahl der Online-Buchungen.

 

Karte als Vorbild

Als Vorbild fungiert hat der Landkreis mit seiner Karte zum Pilgerweg Via Nova: Die Karte, die für die Fortführung des Weges in Richtung Weltenburg erscheinen soll, werde sich an der Gestaltung des Landkreis-Produktes orientieren, teilte Birgit von Byern mit, die außerdem darauf hinwies, dass von der Karte inzwischen die zweite Auflage - 10000 Stück, Nachdruckkosten rund 4000 Euro - erschienen ist.

Der Freizeitführer "Erleben und Entdecken", laut Birgit von Byern äußerst beliebt bei den Gästen als Anregung für Ausflüge, ist in die dritte Auflage gegangen, mit 15000 Stück und Kosten von rund 6700 Euro.

Für dieses Jahr gab es auch noch einmal die Urlaubsrevue in der bisherigen Form, die für das nächste Jahr umgestaltet wird; der neue Katalog soll bis Anfang September fertig werden, die Internet-Umgestaltung erfolgt etwas später, für die Umsetzung des Gesamtprojekts sind von Landkreisseite rund 55000 Euro veranschlagt.

 

Im nächsten Jahr steht auch das Jubiläum 20 Jahre Baierweg an. Weiter soll eine Wanderkarte für den Bereich Wiesenfelden/Kinsachtal in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Wald-Verein entstehen. Der überregionale Donaupanoramaweg, der durch den Landkreis verlaufen wird, soll eine Verbindung zum Donausteig in Österreich herstellen.

 

Bericht und Bild : SR-Tagblatt, 18.4.2013, -map-

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