Biomasseheizwerk besichtigt

Holz ist unerlässlich für die Energieversorgung

Die Bundestagswahl hat die Themen Klimaschutz und CO²-Reduktion auf der politischen Agenda nach oben rücken lassen. In der Gemeinde Mitterfels wird seit Jahren daran gearbeitet, den ökologischen Fußabdruck zu verbessern. Ein Beispiel dafür ist das Biomasseheizwerk Mitterfels, das seit 1996 aus regional gewonnenen Holzhackschnitzeln Wärme erzeugt.

MdB Alois Rainer nutzte die Gelegenheit, sich vor Ort bei Geschäftsführer Josef Simmel und Bürgermeister Andreas Liebl über die Erfahrungen zu informieren. „Wir dürfen das Thema CO²-Reduzierung nicht ausschließlich auf den Verkehrssektor abwälzen“, merkte Rainer an. Auch andere Bereiche wie die Sektoren Wohnen und Heizen können ihren Teil an der CO²-Reduzierung beitragen. Hier in Mitterfels wurden bisher rund zwölf Millionen Liter Heizöl an fossiler Energie eingespart, was eine Reduzierung von fossilem CO² von rund 38 000 Tonnen zur Folge hat.

Rainer bezeichnete die Energiewende als das zentrale Thema für die Zukunft Bayerns. Gelingen könne diese nur, wenn man „weg von fossilen Brennstoffen hin zu mehr Nachhaltigkeit“ komme. Der Energieträger Holz ist unerlässlich und zudem einer der wichtigsten nachwachsenden Rohstoffe in Bayern. Man müsse alles dafür tun, um die „zukunftsweisende Technologie“ noch stärker zu nutzen, unterstrich auch Bürgermeister Andreas Liebl.

Derzeit wird im Heizwerk Mitterfels ein weiterer Biomassekessel eingebaut und erreicht so eine Heizleistung von 2,2 MW an Biomasse. Rund 200 Wohngebäude, Gärtnerei, Frei- und Hallenbad, Grund- und Hauptschule, Turnhalle, Berufsfachschule, Kreismusikschule, Einkaufsmarkt usw. werden von hier aus versorgt, ergänzte Heizwart Johann Lehner. Das Heizwerk wird auch über die Gemeindegrenzen hinaus als Referenzobjekt gesehen und dient anderen Erzeugern, Versorgern und auch der Politik als Beispiel für gelungene CO²-Reduzierung. „Wir haben damit lange vor der Energiewende auf Klimaschutz gesetzt. Die Anlage arbeitet seit Jahren zuverlässig und reibungslos“, erklärte der Geschäftsführer Josef Simmel. „Nur wenn es solche Betreiber gibt, können wir im Bereich der Wärmeversorgung effektiv und vor allem in der Masse CO² reduzieren“, merkte Rainer an.

Bericht und Bild : as (SR-Tagblatt, 16.9.21)