Entwicklungskonzept der "ILEnord 23" ist fertig

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    "Wir sind auf einem sehr guten Weg" - Entwicklungskonzept der "ILEnord 23" ist fertig - Neue Ideen und Projekte

     

    Einige Projekte werden gerade umgesetzt, andere sind bereits fertig und neue Ideen gibt es jede Menge: Die Arbeit der "ILEnord 23" trägt Früchte - das wurde bei der Versammlung der kommunalen Arbeitsgemeinschaft am Freitagvormittag in Mitterfels mehr als deutlich. Bei ihrer mittlerweile zwölften Zusammenkunft konnten sich die Bürgermeister der insgesamt 23 teilnehmenden Gemeinden über einen kleinen Etappensieg freuen: Das Entwicklungskonzept, das in den vergangenen drei Jahren ausgearbeitet wurde, ist fertig und konnte offiziell übergeben werden. Nun geht es an die Umsetzung.

     

     

    Gut drei Jahre ist es her, dass sich 23 Gemeinden des nördlichen Landkreises Straubing-Bogen zur Arbeitsgemeinschaft "ILEnord 23" zusammengeschlossen haben - mit dem Ziel in verschiedenen Bereichen wie Ökologie, Ökonomie, Kultur oder auch Soziales besser zusammenzuarbeiten. Die Entwicklung sollte weg vom Kirchturmdenken hin zu einem Zusammenwachsen als Region. Als Grundlage für die Zusammenarbeit wurde in den vergangenen drei Jahren ein sogenanntes "Integriertes ländliches Entwicklungskonzept", kurz ILEK, erstellt. Zwei Planungsbüros und verschiedene Arbeitskreise aus den teilnehmenden Gemeinden haben daran gearbeitet. Unterstützt wurden sie dabei vom Amt für ländliche Entwicklung in Landau. In diesem Konzept, das am Freitag kurz vorgestellt wurde, sind die Ideen, Ziele und auch die einzelnen Projekte gebündelt, an deren Umsetzung sich die Gemeinden sich in den kommenden Jahren machen wollen.

     

    "Schon einiges geschafft"

    Dass die Gemeinden der "ILEnord 23" aber nicht nur darauf gewartet haben, dass dieses Konzept steht, sondern bereits einiges seit der Gründungsversammlung passiert ist, zeigte ILE- Vorsitzender Wolfgang Zirngibl, Bürgermeister der Gemeinde Ascha. "wir haben schon einiges geschafft", sagte er. Als Beispiel dafür nannte er unter anderem das Projekt "FIZ" (Fit in die Zukunft) für Kinder und Jugendliche. Schwerpunkte hier sind Verkehrserziehung, Sucht-und Drogenprävention, Selbsthilfe und Selbstverteidigung, der Umgang mit dem Internet und den Neuen Medien, Gesundheitsvorsorge sowie Erste-Hilfe-Kurse für Grundschulkinder. Die "ILEnord 23" hat dafür zwei interkommunale Präventionszentren in Bogen und in Haibach geschaffen, wo unter anderem jeweils ein Verkehrserziehungsplatz zur Verfügung steht.

    Eine weitere Maßnahme, die bereits erfolgreich in Gang gesetzt wurde, ist das "Streuobstprojekt". Mit diesem Projekt soll der Erhalt der heimischen Obstkultur gefördert werden. Verantwortlich für die Umsetzung war hier die Gemeinde Neukirchen mit Bürgermeister Rudi Seidenader. Beteiligt sind neben Neukirchen noch die Gemeinden Ascha, Falkenfels, Rattiszell und Sankt Englmar. In diesen Gemeinden wurden oder werden neue Obstbäume gepflanzt, gleichzeitig sollen auch alte Obstsorten wieder angesiedelt werden.

     

    Zirngibl lobte die gute Zusammenarbeit unter den Bürgermeistern. "Wir sind wirklich auf einem guten Weg." Er befasse sich viel mit dem Thema "ILE" und beobachte auch, was andere Arbeitsgemeinschaften so alles auf die Beine stellen. "Wenn ich sehe, was andere machen und was wir schon alles geschafft haben, müssen wir uns nicht verstecken", so Zirngibl.

    Eine gute Arbeit bestätigte der "ILEnord 23" auch Josef Reidl, der stellvertretende Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung in Landau. "Sie sind wirklich voll dabei", sagte Reidl. Die Arbeitsgemeinschaft hier im Landkreis Straubing-Bogen zeige, dass diese Art der kommunalen Zusammenarbeit funktioniert. Der Sinn, der hinter dieser Art des gemeinsamen Handelns stehe, werde nicht hinterfragt. "Das ist spürbar." Reidl betonte allerdings, dass eine ILE keine Ersatzbehörde sein solle. Es sei eine Art Handlungsbündnis, mithilfe dessen die Gemeinden die Herausforderungen der Zukunft besser meistern können.

     

    Noch viel Arbeit

    Karlheinz Dommer, ein Vertreter eines der bei den beteiligten Planungsbüros, präsentierte kurz das fertiggestellte Entwicklungskonzept. Dabei ging er auf die drei Schwerpunkte Innovation, Kooperation und Nachhaltigkeit ein, die dem Konzept zugrunde liegen. Manuela Kern von der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Straubing-Bogen stellte außerdem eine neue Idee vor, die eventuell von der "ILEnord 23" umgesetzt werden soll: die Schaffung eines gemeinsamen Ausgleichsflächen-Pool im Gebiet der ILE, auf den jede der beteiligten Gemeinden zugreifen könne. Bei den Bürgermeistern kam diese Idee einigermaßen gut an; allerdings wurde bereits heiß über die Umsetzung und die Organisation diskutiert. "Wie die Schaffung dieses Pools genau aussehen könnte, werden wir in einer extra Sitzung diskutieren", betonte Zirngibl. Ebenso wie die Umsetzung des Entwicklungskonzeptes.

    Für Arbeit bei der "ILEnord 23" ist also gesorgt.    

     

    Bericht und Bild : - ver -, Straubinger Tagblatt, 13.4.2013, Seite 21

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