Kampf gegen Verbuschung - Erfolgreiche Kulturpflege 2009 am Rindlschachten

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Kampf gegen Verbuschung - Erfolgreiche Kulturpflege am Rindlschachten

Vor sechs Jahren hat der Bayerische Wald-Verein (BWV), Sektion Mitterfels, die Patenschaft für den Rindlschachten (Gemeinde Lindberg/Zwiesel) übernommen. J etzt ziehen die Naturfreunde aus Mitterfels in jedem Herbst hinauf auf die auf 1140 Meter hoch gelegene Waldwiese zwischen Rachel und Falkenstein und kämpfen gegen ihre Verbuschung an. Schachten sind uralte Kulturflächen, die schon vor etwa 400 Jahren von Bauern angelegt und zum Beweiden des Viehs während der Sommermonate genutzt wurden. Seit den 60er ist es still geworden auf den Schachten. Der Aufwand lohnte nicht mehr. Auf dem Rindlschachten, so genannt. weil hier nur Jungrinder "Rindl" weideten, erinnert ein schön geschnitztes Marterl an den letzten Waldhüter Max Winter und die sechs letzten, weideberechtigten Bauern aus Lindberg.

Jetzt gehören die Schachten der Bayerischen Nationalparkverwaltung, deren Anliegen es ist, die alten Waldwiesen vor der Verbuschung zu schützen. Ohne Beweidung holt sich die Natur diese Flächen zurück, besiedelt sie neu mit Fichten, Ebereschen und anderen Pionierpflanzen. Der Mitterfelser Wald-Vereinsgruppe liegt es am Herzen, den Rindlschachten zu erhalten. Auch in diesem Jahr rückte eine kleine Schar von Männern und Frauen unter der Leitung von Naturschutzwart Otmar Kernbichl, unterstützt von Landschafts- und Naturführer Martin Graf, zur Schachtenpflege aus. Förster Englmaier von der Nationalparkverwaltung wies die Helfer ein. Dabei zeigte sich, dass die Aktion in den vergangenen sechs Jahren sehr erfolgreich war: Der Bestand an Ebereschen, die im nördlichen Teil des Schachten bereits stark Fuß gefasst hatten, ist fast völlig verschwunden. Hier hieß es nun, vor allem zahlreiche "halbwüchsige" Fichten zu fällen und zu entrinden. Im südlichen Teil der Wiese mussten die zahlreichen kleinen Vogelbeerschösslinge gekappt werden. Dabei kamen vor allem langstielige Astscheren und die Motorsense von Otmar Kernbichl zum Einsatz. Auch kleinen Fichten ging es an den Kragen.

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