Adventliche Lesung im Burgmuseum

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Geister und Lichtgestalten

Festliche Abende im Stüberl des Burgmuseums mit seinem besonderen Flair finden immer ein interessiertes Publikum – so auch die Lesung zum ersten Advent „Vom Dunkel zum Licht“, verbunden mit einem kleinen, feinen Konzert des Gesangsensembles Exsultate. „Hausherr“ Bürgermeister Heinrich Stenzel dankte den Veranstaltern, dem Bayerischen Wald-Verein und dem AK Heimatgeschichte sowie dem Vocalensemble und Moderatorin Sigrid Hofmann für den Abend.

Ein Abend „Vom Dunkel ins Licht“ passe nirgends besser hinein als in diese alte Burg, meinte Sigrid Hofmann, die regelmäßig Gäste durch das Burgmuseum führt. Sie kündigte Hexen und Geister an, internationale Gesänge, einen Hexenchor, aber auch einen himmlischen Adventsjodler. „Denn der Abend endet im Licht“, betonte sie. Mit ausdrucksvollen, geschulten Stimmen umrahmten Nelli Filipi (Sopran), Viktoria Strehle-Saprygin (Mezzosopran), Hilda Bogisch (Contraalt) und Bernd Bogisch (Bass/Bariton) die Lesungen und sangen von der „Sommerblume unterm Schnee“, vom Vöglein Hoffnung, sangen das altbayerische Wiegenlied „Es werd scho glei dumpa“ und schlossen mit dem jubelnden Adventsjodler. Verdis „Chor der Hexen“ aus Macbeth wurde von Marina Kondrasch auf dem Piano begleitet.


Zwischen Hell und Dunkel

Den „dunklen“ Teil des Abends hatte Wolfgang Hammer übernommen, um den adventlichen Dualismus zwischen Hell und Dunkel deutlich zu machen. Hinter den Gestalten der Hexen verberge sich vermutlich die Urmutter Erda als Vertreterin des Matriarchats. „Angstmache mit Kinderfressern war jahrhundertelang eine Erziehungsmethode“, so Hammer. Er zählte weitere Gruselgestalten auf wie den bluatigen Damerl, den bösen Krampus oder die Hexen bei Carl Orff, die dem Kind in der Krippe ein schlimmes Ende vorhersagen. Tröstlicher der Beitrag von Herbert Becker und seine Erzählung „Wetterumschwung“, eine Geschichte von Feindschaft, aber auch von Versöhnung, eine Herbergssuche und „Heilige Nacht“ der ganz besonderen Art, frei erzählt und in Mundart anschaulich vorgetragen. Ein weiteres „Schmankerl“ hatte Martin Graf vorbereitet: Er las einen Teil aus Ludwig Thomas „Stille Nacht, Heilige Nacht“, im heimischen Dialekt. Es gab einen langen Schlussapplaus. (erö)

Bericht und Bild : erö (SR-Tagblatt, 7.12.2018)

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