Riesenkrake und Solaranlage - Steuerungsgruppe setzt sich für rentablen Badbetrieb ein

Nicht nur der Badförderverein, sondern auch die sogenannte Steuerungsgruppe

mit 2. Bürgermeister und Vorsitzendem des Badfördervereins Heinz Ueker­mann an der Spitze, setzt sich für den Erhalt des Panoramabades ein. Ziel ist einmal eine bessere Rentabi­lität durch steigende Einnahmen und eine Verringerung der Ausga­ben. Zum anderen trete man an, um ein neues Publikum zu gewinnen und ehemalige Badbesucher zurück­zugewinnen, gerade im Hinblick auf die Konkurrenz durch die Badewei­her, betonte Uekermann.

Nach ersten Sitzungen der Steue­rungsgruppe konnte ein positives Fazit gezogen werden: Die Besucherzahlen im Freibad sind steigend und das Echo der Badegäste positiv. Denn die Öffnungszeiten wurden flexibler gestaltet, zahlreiche Aktio­nen der Wasserwacht und der Volkshochschule, Zweigstelle Mitterfels, mit ihrer Leiterin Sandra Groth wirkten sich ebenso positiv aus wie die Anschaffung der großen neuen Kinderrutsche und der Kauf eines "Ballgebirges" für den Nicht­schwimmerbereich.

Geschaffen werden sollen nun noch eine zusätzliche Umkleideka­bine im Kleinkinderbereich und Verbesserungen in der Cafeteria. Ei­ne geräumige Familienumkleideka­bine in der Eingangshalle wurde be­reits geschaffen, so Uekermann.

Mit einer Reduzierung der Über­stunden und einer Einsparung von Personalkosten sollen die Ausgaben, wo möglich, reduziert werden. Kos­tensparend sollen sich auch die neu­en Öffnungszeiten für das Hallen­bad von Mitte Oktober bis Ende Februar auswirken. Doch die Steue­rungsgruppe denkt weiter: Kosten­los erarbeitete Dipl.-Ing. Josef Ha­jek eine energetische und wirt­schaftliche Vorbetrachtung für das Frei- und Hallenbad mit dem Ziel. durch den Einbau von Solaranlagen Energie einzusparen. Derzeit liegen die Heizkosten für das Freibad bei etwa 20.000 Euro. Laut Studie müs­sen zwar für die Installation einer Absorberanlage auf den südlichen Dachflächen etwa 52.000 Euro aufgewendet werden.

Die Kosten für die Heizung sinken dadurch auf knapp die Hälfte pro Jahr. Zins, Tilgung und Wartung kosten etwas mehr als 6000 Euro im Jahr. Damit könnten die Investiti­onskosten innerhalb von sechs Jah­ren eingespart werden. Durch steigende Energiekosten in den folgen­den Jahren könnte diese Zeitspanne noch weiter verkürzt werden, rech­net die Steuerungsgruppe vor. Eine zusätzliche Solaranlage zur Erwär­mung des Duschwassers reduziert die Kosten laut Studie nur unerheb­lich. Aus diesen Gründen wird von der Steuerungsgruppe empfohlen, eine Absorberanlage zu installieren. Eine alternative Lösung mit Erd­wärme komme wegen der hohen Kosten nicht in Betracht. Eine ähn­liche Anlage in Niederwinkling soll besichtigt werden.

Auf der Liste der Steuerungs­gruppe stehen weitere Vorhaben. Die Anschaffung eines Riesenkra­ken durch den Badförderverein, die Erarbei tung eines Konzeptes für den Kleinkinderbereich, die Sanierung des Volleyballfeldes und die Aktua­lisierung des Internetauftrittes. Auch einige "Brennpunkte" wurden angesprochen: Der Kiosk sollte möglichst zum Badbeginn um 10 Uhr beginnen; Anrufer sollten aktu­ell über Schwimmkurse, Öffnungs­zeiten oder Badebetrieb informiert werden; im Hallenbad sollte ein striktes Alkohol- und Rauchverbot herrschen und bei Hochbetrieb im Bad müssten die Toiletten auch zwi­schendurch gereinigt werden. Bei Interesse kann die Energiestudie bei Heinz Uekermann zur Einsicht an­gefordert werden.


Bericht und Bild : erö (SR-Tagblatt 23.08.2010)

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