Vortrag beim Frauenfrühstück über den Vagus

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Tief atmen und kreativ sein

Großes Interesse fand der Vortrag über das Thema Vagus-Nerv beim Frauenfrühstück des Frauenbundes im Gasthaus Gürster.

Zur Freude von Vorsitzender Rosi Kräh hatten sich mehr als 70 Frauen eingefunden. Als Referentin informierte die Biologin und Heilpraktikerin Dr. rer. nat. Andrea Buchweiz bildhaft und leicht verständlich über den „Selbstheilungsnerv“ Vagus.

Als Heilpraktikerin und Biologin mit Erfahrung in der Pharmazie versuche sie, eine Brücke zwischen der klassischen Schulmedizin und der ganzheitlichen Heilweise zu schlagen, so die Referentin zu Beginn. „Mir ist es wichtig, die Funktionen und Reaktionen des Körpers ganzheitlich zu sehen.“ Zunächst erläuterte Buchweiz die Grundlagen des Nervensystems, die allgemeinen Aufgaben des Vagus-Nerves sowie sein Verhalten im Alltag bei Stress und Entspannung.

Das „Kampf“-Signal

Bei Anspannung wie Stress signalisiere das Nervensystem dem Körper „Kampf“, bei Entspannung verlangsame sich beispielsweise der Herzschlag. Auch die Infektabwehr sei dann effektiv. Es gehe nun darum, die Balance zwischen Spannung und Entspannung zu halten.

Der Vagus sei der „Vagabund“ unter den Nerven und habe großen Einfluss auf die Nerven im ganzen Körper. Der vordere Vagus-Ast stehe für Ruhe, Erholung und seelische Gesundheit, der hintere Ast werde bei körperlichem Schmerz, bei Schock oder extremer Gefahr als „Notabschaltung“ aktiv. Auch bei der heutigen Überlastung, bei kopflastigem Stress, seien diese Anspannungsnerven aktiv, dann werde das uralte Nervensystem des Menschen wirksam. Eine Regenerationszeit sei angesagt, beispielsweise mit Bewegung und Sport, um die Entspannungsnerven zu aktivieren. Fehlfunktionen des Entspannungs-Vagus können zu organischen, aber auch zu seelischen Beschwerden wie Depression führen. „Aus körperlichem kann seelisches Leid werden“, so die Referentin.

Guter Schlaf ist hilfreich

Man kann etwas tun, betonte Buchweiz und gab Tipps für eine positive Beeinflussung des Entspannungs-Vagus: viel trinken, tief durchatmen, soziale Kontakte pflegen, kreativ sein, Musik hören oder singen. Auch herzhaftes Lachen und guter Schlaf könnten hilfreich sein, Kältereize aktivierten den Vagus, Darmgesundheit sei wichtig. Buchweiz empfahl eine allgemeine Entschleunigung des Alltags, Achtsamkeit und Empathie. Alternative Heilmethoden wie Ohr-Akupunktur, Atlastherapie, Entspannungsmethoden und Massagen seien hilfreich bei Beschwerden.

Rosi Kräh wies noch auf den Weiberfasching Haselbach am 31. Januar hin. Der Weiberfasching Mitterfels sei am 7. Februar, sagte sie.

Bericht : erö (SR-Tagblatt, 27.1.2020)

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