Jahresversammlung des Museumsvereins
Die Feuchtigkeitsschäden in der Weberstube des Burgmuseums sind deutlich zu sehen. Foto: Elisabeth Vogl

Jahresversammlung des Museumsvereins

Interesse am Burgmuseum wächst - Steigende Besucherzahlen – Wieder ein Objekt des Monats

Viel Erfreuliches konnte die Vorsitzende des Burgmuseumsvereins Elisabeth Vogl im Rahmen der Jahresversammlung berichten: Die Besucherzahlen steigen kontinuierlich, die Museumsdienste der Ehrenamtlichen konnten ausgeweitet werden und ein Besuchermagnet und Schwerpunkt im abgelaufenen Museumsjahr war die Sonderausstellung mit Glaskunst unter dem Motto „Das Alte erhalte und Neues gestalte“. In diesem Jahr beteiligte sich der Verein mit einer Nacht im Museum und dem Bemalen von Glasvögeln wieder am Mitterfelser Kinderferienprogramm. „Das Interesse an unserem Museum wächst“, betonte Vogl mit einem Blick auf die steigenden Führungen. Ihr besonderer Dank galt daher dem Team, das regelmäßig an der Kasse sitzt, hier wurde besonders Sigrid Hofmann gedankt, die Sonderdienste leistete. Der Verein hat aktuell 42 Mitglieder.

 

Begasung gegen den Holzwurm

Weniger Erfreuliches habe der Besuch von Dr. Cindy Drexl, Museumsbeauftragte des Bezirks Niederbayern, ergeben, erklärte die Vorsitzende. Das Depot auf dem Dachboden sei hochproblematisch wegen des fehlenden Brandschutzes und fehlender Isolierung. Hitze im Sommer und Kälte im Winter wirkten sich ungünstig auf die Sammlung aus. Notwendig wäre eine Sichtung und Sortierung der Gegenstände ebenso wie die Prüfung einer baulichen Maßnahme zur Ertüchtigung, so Vogl. Um weitere Maßnahmen auf den Weg zu bringen, empfehle sich dringend eine Beratung durch den Restaurator der Landesstelle, Dr. Alexander Wießmann.

Ein weiteres Sorgenkind von Vogl ist die sogenannte Weberstube im Rückgebäude hinter dem Innenhof, wo Chaos herrscht und die Feuchtigkeit Schäden hinterlassen hat. „Die Landesstelle steht voll hinter dem Burgmuseum und wird unsere Förderanträge positiv bescheiden“, berichtete Vogl. Anträge müssten durch den Träger, die Marktgemeinde gestellt werden. Vogl erinnerte an die Feier zu „40 Jahre Burgmuseum Mitterfels“ im vergangenen Jahr mit einem Festakt, in dem vor allem der „Väter“ des Museums gedacht wurde: Sepp Brembecks, der seine umfangreiche Sammlung zur Verfügung stellte, und Werner Langs, der als 1. Bürgermeister alle Wege ebnete. Der Künstler Johannes Rieser habe eine Gedenktafel und Skulptur von Sepp Brembeck geschaffen, die nun den Eingang des Burgmuseums schmücken.

Restaurator Alfons Empl war im März in Mitterfels zu einer Begehung des gesamten Museums. Dabei stellte Empl einen starken Holzwurmbefall im Erdgeschoss des ehemaligen Amtsgerichtsgefängnisses und in der gesamten Weberstube fest. Das sei stark begünstigt worden durch das schwankende Klima im Museum, da die Heizung wegen des Anschlusses an das Verwaltungsgebäude nicht durchlaufen konnte, erklärte Vogl. Im Mai und Juni sei eine Begasungsaktion durchgeführt worden mit Gesamtkosten von 16 896,26 Euro bei einer Förderung in Höhe von 4 222 Euro (Bezirk Niederbayern) und 5 000 Euro (Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern). Der Eigenanteil der Gemeinde liege bei 8 000 Euro. Vor Beginn der neuen Museumssaison im April habe der Bauhof den historischen Ausleger der Mitterfelser Apotheke montiert und der Kißlaltar habe einen neuen Platz bekommen. Der Höhepunkt im Museumsjahr sei sicher die Sonderausstellung Glaskunst in Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern der Glasheimat Bayern gewesen, eine Symbiose von Tradition und zeitgenössischer Kunst. Begleitend dazu fanden „Künstlergespräche“ statt, so Vogl. Der Kassenbericht der kommissarischen Kassenwartin, Gerda Leiderer, fiel positiv aus. Der Museumsverein sei auf dem richtigen Weg, bestätigte Bürgermeister Andreas Liebl. Doch das gehe nicht allein, meinte Liebl mit einem Blick auf die „klasse Museumsfrau“ Elisabeth Vogl mit ihren guten Kontakten und das engagierte Museumsteam.

Vorsitzende empfiehlt Machbarkeitsstudie

Zuletzt gab es einen Blick der Vorsitzenden auf das kommende Museumsjahr. Sie empfahl eine Machbarkeitsstudie zur Situation der Depots sowie zur Ertüchtigung der Weberstube und der Ausstellungsräume. Entsprechend der Abstimmungen zwischen dem Burgmuseumsverein, dem Landesamt für Denkmalpflege, der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und dem Bezirk Niederbayern sollten der bauliche Zustand des Gebäudekomplexes untersucht, Defizite dargestellt und Empfehlungen für weitergehende Untersuchungen bzw. ein Instandsetzungskonzept erarbeitet werden. Die Kosten für die einzelnen Maßnahmen seien im Rahmen einer überschlägigen Kostenschätzung darzustellen. Vorgesehen sei die Archivalienforschung zur Burg Mitterfels im Archiv in Landshut und als Sonderausstellungen soll die Baugeschichte der Burg Mitterfels gezeigt werden. Geplant ist auch eine Ausstellung der Praxisausstattung des Mitterfelser Arztes Dr. Müller und ein neuer Flyer zur Gewinnung neuer Mitglieder.

Noch etwas Erfreuliches: Das Objekt des Monats soll wieder eingeführt werden, hier sind Autoren erwünscht, und zum Schluss dankte Vogl allen Unterstützern des Museums wie Bürgermeister Andreas Liebl, dem Bauhofteam und Sponsoren.

Bericht : erö, Bild : Vogl Elisabeth

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