Eisstockschütze Charly Butz hat zweimal das Silberne Lorbeerblatt erhalten

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"Immer wieder neu anfangen"

 

Charly Butz, Mitglied des Eisschießvereins Scheibelsgrub/ Mitterfels und vielfacher Bayerischer, Deutscher, Europa- und Welt­meister im Eisstock-Weitenwettbe­werb, wurde kürzlich mit der höchsten deutschen Sportauszeich­nung, dem Silbernen Lorbeerblatt, geehrt.

Die Ehrung fand in Berlin durch Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich statt. Doch damit nicht genug: Bereits vor 13 Jahren erhielt Charly Butz das Sil­berne Lorbeerblatt zum ersten Mal, damals von Innenminister Otto Schily.

 

 

Charly Butz erklärt, was die­se Auszeichnung und das Weitschie­ßen für ihn bedeuten.

 

Was muss man können, um das Silberne Lorbeerblatt zu erhalten?

Charly Butz: Man benötigt min­destens drei internationale Titel in einer Sportart bei den Herren oder Damen. Ich habe über 20 Einzel­und Mannschaftstitel und mehr als 40 Medaillen gesammelt.

 

Wie sind Sie zum Weitschießen gekommen?

Butz: Ich treibe seit dem Jugend­alter Sport und Krafttraining. Als in den 80er Jahren in Haselbach ein neuer Stockschießplatz gebaut wur­de, habe ich mit dem Weitschießen begonnen und war bei der Kreis­meisterschaft 85/86 in Ittling zum ersten Mal erfolgreich dabei. Otto Scheitinger aus Falkenfels hat mich trainiert und mir die richtige Technik beigebracht. Am Anfang haben wir sogar auf einer Hauptstraße bergauf geschossen.

 

Waren Sie überrascht über die zweite Auszeichnung?

Butz: Ja, sehr. 1999 habe ich re­gelrecht auf diese Auszeichnung hingearbeitet. Damals wurde ich Europa- und sogar Weltmeister im Weitschießen. Das war meine beste Zeit. In jedem Jahr machte ich einen oder sogar zwei große Titel. Der Sport war auch ein Ausgleich für Beruf und Familie.

 

Was ist so schön am Weitschie­ßen?

Butz: Weitschießen hat mich im­mer schon fasziniert. Wenn ich den Stock nach vorne schleudere und große Weiten erzielen kann, ist das ein tolles Feeling. Meine Bestweite beträgt 350 Meter.

 

Worauf kommt es beim Weitschie­ßen an?

Butz: Beim Weitschießen kommt es auf eine gute Schnellkraft und Technik an. Man kann es mit dem Speer- oder Diskuswerfen verglei­chen.

 

Wenn Sie zurückdenken, was ist für Sie das Wichtigste beim Weit­schießen?

Butz: Dass ich mich im Wett­kampf immer neu beweisen muss. Außerdem habe ich etwas Wichtiges für das Leben gelernt: Dass man nach Niederlagen wieder aufstehen und neu anfangen kann.

 

Sind Sie weiter aktiv im Weit­schießen?

Butz: Wenn mein Körper mit­spielt, werde ich schon noch das ein oder andere Turnier bestreiten. Als Linkshänder habe ich immer meine eigene Spur schießen müssen. Aber nach 26 Jahren Eisstocksport kann ich mir auch viele andere schöne Dinge vorstellen.

 

Interview: Elisabeth Röhn (SR-Tagblatt, 16.7.2012)

 

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