Musik ist Literatur des Herzens
Die siegreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Musikschulpreis mit Leiter Andreas Friedländer und Reinhard Stolz (r.). Fotos: Elisabeth Röhn
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Musik ist Literatur des Herzens

Abschlusskonzert auf hohem Niveau – Musikschulpreise verliehen

Es war ein großes Fest, das die Fangemeinde der Kreismusikschule aus Anlass ihres Sommerabschlusskonzertes auf der Burg Mitterfels feierte. Schülerinnen und Schüler stellten ihr Können auf den verschiedensten Musikinstrumenten vor und bewiesen mit großem Eifer und viel Talent, dass sie Freude am Musizieren haben.

Ein Höhepunkt des Abends war die Verleihung des diesjährigen Musikschulpreises an Christina Stoiber (Gesang), Anna Schedlbauer (Klavier und Klarinette) und Emily Spanner (Harfe).

Musik verbindet und schafft Persönlichkeit

„Musik ist ein Schatz, den Ihnen niemand nehmen kann“, betonte die stellvertretende Landrätin Martha Altweck-Glöbl. Sie lobte das vielfältige Angebot an Musikinstrumenten und die Möglichkeit, schon im Kindergartenalter ein Wunschinstrument zu erlernen. Viele Musikanten hätten Karriere gemacht und engagierten sich jetzt in Chören, Blaskapellen oder Musikvereinen. Der Jugendförderpreis der Musikschule, den es seit 28 Jahren gibt, werde allein durch den Förderverein der Kreismusikschule und Spenden finanziert. Schulleiter Andreas Friedländer freute sich sichtlich, dass seit 30 Jahren Tausende talentierter Kinder und Jugendliche aus der Musikschule hervorgegangen seien und die Musik ein fester Bestandteil ihres Lebens geworden sei. Musikalische Ausbildung fördere die Persönlichkeitsentwicklung, Kreativität, Leistungsbereitschaft, Ausdauer und Konzentration. Aufgabe des Lehrerkollegiums sei das Finden und Fördern von Musikbegabungen und das Vermitteln von lebenslanger Freude an der Musik. „Denn Musik verbindet und schafft Persönlichkeiten, sie ist die Literatur des Herzens und beginnt dort, wo Sprache aufhört.“

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Die drei Gewinnerinnen des Musikschulpreises (v. l.) Christina Stoiber, Anna Schedlbauer und Emily Spanner mit (v. l.) Schulleiter Andreas Friedländer, der stellvertretenden Landrätin Martha Altweck-Glöbl und Musiklehrerin Dorothea Scheierling.

Traditionelle Volksmusik wurde nicht vergessen

Vielfältig und abwechslungsreich war das Musikprogramm. Es reichte von Soloauftritten wie der Sängerin Christina Stoiber oder Christoph Leopoldi (Viola) bis hin zu großen Ensembles wie dem Saxophon-Quartett unter der Leitung von Thomas Schöfer und dem Cello-Ensemble von Barbara Wolf-Eckmann. Das Jazz-Ensemble mit Andreas Zimmermann, Josef Sturm und Luca Gaudan war zu hören, die kleine Johanna Schneider (Gitarre) spielte mit ihrem Vater Stefan Schneider und Michael Reiß einen wunderschönen Blues und, um noch eine Familie zu nennen, die Familie Schedlbauer war mit vier Mitgliedern vertreten: Anna Schedlbauer (Klavier), Mutter Tanja Danner-Schedlbauer (Alt-Saxophon), Bruder Kilian Schedlbauer (Trompete) und Cousin Jonathan Würzinger (Tenorhorn). Auch die traditionelle Volksmusik wurde nicht vergessen: Eine Volksweise aus der Ukraine wurde vom Volksmusikensemble der KMS mit Annalena Bauer (Hackbrett), Veronika Herpich Harfe) und Katrin Probst (Gitarre) vorgetragen. Dem folgte eine Volksweise aus der Oberpfalz, bei der man mitsingen durfte.

Einstudiert hatte das Gabriele Krön. Simon Probst präsentierte sich mit seiner Steirischen als Volksmusikant und hingebungsvoll intonierte Emily Spanner auf der Harfe eine Barcarole. Anna Schedlbauer bewies in Begleitung von Andreas Friedländer ihre Begabung für die Klarinette und eine Vorliebe für zeitgenössische Musik, und der nicht weniger talentierte Christoph Leopoldi (Viola) spielte in Begleitung seiner Musiklehrerin Monika Wengenroth ein Duett von Bach-Sohn Friedemann. Als Solistin auf der Querflöte trat Elina Kunz auf, begleitet von Stefan Mutz, und zuletzt hatten Anna Schedlbauer und Theresa Meusel mit Duetten auf der Klarinette aus Mozarts Zauberflöte ihren Auftritt.

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Die siegreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Musikschulpreis mit Leiter Andreas Friedländer und Reinhard Stolz (r.). Fotos: Elisabeth Röhn

Alle 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Musikschul-Preis wurden mit Gutscheinen des KMS-Fördervereins belohnt. Vorsitzender Reinhard Stolz sagte, „eigentlich seid ihr alle Sieger“, und erinnerte an die Gründung vor 30 Jahren, als der damalige Bürgermeister Werner Lang diese besondere Schule nach Mitterfels geholt hatte, gegen große Widerstände im Landkreis. Stolz fand lobende Worte für das überragend umfangreiche Musikangebot der Schule, wo auch Erwachsene jeden Alters ein Instrument erlernen können. Zuletzt legte er ein Bekenntnis ab: „Die Musikschule ist mir eine Herzensangelegenheit“. Den krönenden Abschluss des Abends machte das KMS-Salonorchester mit einem Neapolitanischen Ständchen.

Bericht und Bild : erö (SR-Tagblatt, 14.7.2023)

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