Die Berufsfachschulen für Hauswirtschaft, Kinder- und Sozialpflege stellten sich vor

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    So umfang­reich ist der Lehrplan der Berufs­fachschulen für Hauswirtschaft und Kinderpflege mit Sitz in Mitterfels und der Berufsfachschule für So­zialpflege Straubing, dass ein Tag kaum ausreicht, um alle Ausbil­dungsmöglichkeiten kennen zu ler­nen. Den Info- und Anmeldetag in Mitterfels nutzten wieder viele Be­sucher, um sich zu informieren und sich für einen der drei Fachbereiche anzumelden. Gesamtschulleiter ist Johann Dilger.

    Zurzeit besuchen 154 Schülerin­nen die Fachschulen für Hauswirt­schaft, Kinder- und Sozialpflege, im angeschlossenen Internat sind 45 Mädchen untergebracht. Das Wohn­heim wird auch von Schülerinnen des Bereichs Sozialpflege genutzt, der in Straubing untergebracht ist. Die Schülerinnen kommen bis aus den Landkreisen Cham, Roding und Erding

    Zum "Tag der offenen Tür" konn­ten die Besucher schon am Infostand in der Aula mit Lehrkräften Kon­takt aufnehmen und sich über die einzelnen Bereiche informieren. Im EDV-Raum war die Anmeldung für das neue Schuljahr möglich. Außen­stellenleiter Johann Huber führte als Ehrengäste Gesamtschulleiter Johann Dilger, seine Stellvertreterin Elisabeth Wittmann, stellvertreten­den Landrat Josef Laumer und Bür­germeister Heinrich Stenzel durch das Haus.

    In der Aula boten Schülerinnen aus dem Internat selbstgebastelte Kleinigkeiten an. Anschaulich auf­bereitet waren die Informationen über den Fachbereich Sozialpflege. Schautafeln zeigten alles Wissens­werte rund um die Pflege. Lehrkräf­te standen Rede und Antwort bei allen Fragen. Ausführlich informiert wurde auch über den Beruf des Sozialbetreuers. Von den Schü­lerinnen Anna und Simone ließ man sich fachmännisch den Blutdruck messen.

    Appetitanregend ging es im Fach­bereich Hauswirtschaft/Ernährung zu: Hier war unter dem Motto "Fit mit 5" - gemeint waren fünf Portio­nen Obst und Gemüse am Tag - eine Fülle von exotischem Obst auf Eta­geren dekoriert und es wurden selbstgepresste Exotik-Smoothies zubereitet. Wenn dieses Mode-Ge­tränk aus dem Supermarktregal kommt, sei es meist eine Mogelpackung ohne natürliche Vitamine und kein Ersatz für frisches Obst, warnte die Fachlehrerin. Zwei Schülerin­nen demonstrierten, wie eine Apfel­schäl- und Entkernmaschine arbei­tet und luden zu einem Geschmacks­und Fühltest ein. Ein besonderer Hingucker: Der große Blütenstrauß mit bunten Filzfrüchten aus der Flo­ristikabteilung.

     

    Werteerziehung ist wichtig

    Der Leitspruch im Fachbereich Kinderpflege lautet: Erziehen - bil­den - betreuen. "Unser Anliegen sind kompetente, interessierte Kin­der, die auch einmal etwas hinter­fragen. Darauf bereiten wir unsere Schülerinnen vor", so Fachlehrerin Beate Frank. An einer Experimen­tier-Station konnten die Besucher spielerisch physikalische Gesetze kennen lernen; ein Stand mit fair gehandelten Waren weckte das Be­wusstsein für gerechten Handel.

    Ein weiteres Thema war Backen und Kochen mit Kindern. Als  unver­zichtbares Lernfach im Bereich Kin­derpflege bezeichnete die Fachleh­rerin das Training von Sozialkom­petenz. "Bei Schulleitung und Leh­rerkollegium wird versucht, unseren Schülerinnen wieder Werte wie gutes Benehmen, Wertschätzung und einen höflichen Umgang miteinan­der zu vermitteln", so die Fachlehre­rin. Ein echter Hingucker war die aus Nadelfilz gefertigte Märchen­landschaft von Julia Prückl.

    Auf dem Stundenplan der Schüle­rinnen aus allen Bereichen steht ne­ben dem Fach Deutsch und Englisch auch das Fach deutsche Kommuni­kation, "um dem zunehmenden Sprachverfall im Kindergarten ent­gegenzuwirken", wie Lehrerin Elvi­ra Wudy erläuterte. Sie informierte ferner über das Projekt für Straßen­kinder "Smiling Kids Nepal", an dem sich die Berufsfachschulen be­teiligen. Weitere Themen im Unter­richt sind Kinderarmut in Deutschland und Gewalt gegen Kinder.

    Kunterbunt und frühlingshaft sah es im Fachbereich Hauswirtschaft/Floristik aus. Es gab unter anderem in der alten chinesischen Decoupa­ge-Technik verzierte Tabletts zu se­hen. Im Raum Textilarbeit wurde von Fachlehrerin Friederike Jukne­vicius eine neue Technik vorgestellt, bei der aus bunten Wollfäden und vielen geraden und ungeraden Näh­ten ein extravagantes Kleidungs­stück entsteht.


     

     


    Bericht und Bild : Straubinger Tagblatt, 9.3.2010 (erö)

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