Großer Musikanten-Stammtisch – 600 Euro für die Feuerwehr

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Mitgesungen, gejodelt und geklatscht

Grad lustig war es wieder beim 15. Großen Musikantenstammtisch im Landgasthof Fischer. Hier finden sich seit vielen Jahren einmal im Monat Musikanten aus der Umgebung zu einem Hoagartn mit spontanem Musizieren ein. Einmal im Jahr wird dann unter dem Motto „a weng g´sunga, a weng g´spuit“ im großen Saal musiziert, und das für einen guten Zweck. Auch diesmal wurde gesammelt und es kamen 600 Euro für die Freiwillige Feuerwehr Mitterfels zusammen. Durch das umfangreiche Programm führte bekannt unterhaltsam der Heinz Wanninger.

Den zünftigen Beginn des Abends machte traditionell die Mitterfelser Blaskapelle mit schneidiger Musik. Wirtin Lydia Fischer freute sich über die vielen Musikanten und Gäste und Heinz Wanninger stellte die Akteure vor, darunter viele alte Bekannte wie Gerlinde mit dem Akkordeon, den Pflügl Mane, den Buchinger Sepp oder Max mit dem Sax. Für die Technik war diesmal Johannes Weindl zuständig, unterstützt von Manfred Pflügl, denn längst geht es auch beim Musikantenstammtisch nicht mehr ohne Verstärker. Schon während des Aufbaus unterhielt die ungewöhnliche Formation Ruppert Kulzer, Willi Scheitzach und Georg Penzkofer auf Bariton, Saxofon und Steirischer bestens die Gäste.

Als Profis auf Akkordeon und Steirischer präsentierten sich Manfred Pflügl und Johannes Weindl, mit einem Anpfiff auf den Sommer, gekonnt vom Heinz auf den Fingern gepfiffen. Mit seinen 92 Jahren war Dr. Hans Werner aus Sankt Englmar (Geige) der älteste Musikant und brachte mit Gerlinde Winklmeier (Akkordeon) einen Hauch Heurigen und leise Töne in den Saal. Das Gesangsduo, das Ehepaar Reißer, kam bis aus dem Labertal, und mit der Patersdorfer Stammtischmuse wurde es eng auf der Bühne mit Kontrabass, Gitarre, zwei Steirischen und einem ganz besonderen Waschbrett. Unverstärkt und so lebendig.

Die Stimmung war bestens, die Zuhörer waren begeistert, es wurde mitgesungen, gejodelt, geklatscht und sogar ein Tänzchen gewagt. Als großer Witzeerzähler zeigte sich der Franz Obermeier, der beim großen Auftritt mit allen Musikanten neben der Steirischen auch die Teufelsgeige spielte. Katja Müller, die jüngste Musikantin, ist schon seit vielen Jahren dabei und präsentierte sich diesmals auch als Sängerin, einfühlsam begleitet auf der Gitarre von Birgit Kandler.

An diesem Abend traten besonders viele spontane Formationen auf, die erstaunlich gut miteinander musizierten, mit Instrumenten wie Akkordeon, Klarinette, Bariton, Saxofon und Trompete. Hier glänzte Bürgermeister Heinrich Stenzel, der auch als Hornist bei der Blaskapelle mitspielt. Dann wieder „echte“ Volksmusik, unverstärkt, vom Sigi Kandler (Akkordeon) und dem Karl Sammer (Gitarre), gespielt und gesungen mit viel Herzblut. Auch der Sepp Buchinger mit seiner Quetschn fehlte nicht und wurde begleitet vom Heinz Wanninger, den der Brummtopf ganz schön ins Schwitzen brachte. Das Finale wie immer zum Ende des ersten „Durchlaufs“ mit allen Musikanten auf der Bühne, grandios und stimmungsvoll. Dann gab es ein Schnapserl für die Musikanten und ein „Dankeschön mit roten Rosen“ für die spendablen Zuhörer. Und danach ging es weiter bis in die frühen Morgenstunden. (erö)

Bogener Zeitung , 10.10.2016

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