Baustart für die neue Stromleitung

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    Bayernwerk will demnächst beginnen – Inbetriebnahme bis Ende Juni geplant

     

    Im örtlichen Mittelspannungsnetz sind durch die Zunahme der Einspeisung erneuerbarer Energie die Anforderungen an die Energieinfrastruktur gestiegen. Deshalb beginnt die Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) nach eigenen Angaben nun mit dem Bau einer neuen Stromleitung im Markt Mitterfels und macht das Netz fit für die Zukunft. Das Landratsamt hat dem Vorhaben zur Verbesserung der Versorgungssicherheit nach einer Ortsbegehung unter Einhaltung bestimmter Auflagen zugestimmt.

    Wie berichtet, hatte das Projekt im Vorfeld bei einigen Anliegern für Unmut gesorgt (wir berichteten). Inzwischen ist das Vorhaben unter Dach und Fach.

    Bayernwerk errichtet eine neue Kabelverbindung zwischen Hörmannsberg und Mitterfels. Die als Erdkabel geplante Mittelspannungsleitung soll die bestehende Freileitung Gschwendt–Weingarten ersetzen, die sich jüngst bei Stürmen und bei Nassschnee im Januar 2018 als störungsanfällig gezeigt hat.

    Die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamts Straubing-Bogen hat dem Antrag für den Neubau unter der Voraussetzung zugestimmt, dass während der Arbeiten besondere Rücksicht auf Hohlwege im Waldbereich genommen wird und Biotopflächen nicht erheblich beeinträchtigt oder zerstört werden. Wenn Einträge in den querenden Bach vermieden werden und mit möglichst leichtem Gerät gearbeitet wird, erkennt die genehmigende Behörde laut Bescheid „keine Beeinträchtigungen für den Naturhaushalt“. Bayernwerk plant, in den nächsten Tagen mit dem Bau zu beginnen.

    Auf öffentlichem Gebiet

    Mit Unterstützung der Gemeinde verlaufen die Mittelspannungskabel künftig auf einer Länge von rund 2 500 Metern ausschließlich auf öffentlichem Gebiet. Etwa ein Drittel der gewählten Gesamtstrecke befindet sich einem Waldabschnitt. „Wir wollen die Energieversorgung in der Region verbessern und für die Zukunft sichern. Dafür benötigen wir die neue Stromleitung. Bedenken von Anliegern und Naturschützern und natürlich die behördlichen Auflagen zur Genehmigung nehmen wir sehr ernst. Wir werden bei der Umsetzung sehr sorgsam vorgehen“, erklärte Netzbauleiter Robert Weiß aus dem Bayernwerk-Kundencenter in Vilshofen im Landkreis Passau. Um das Kabel zu verlegen, werden in den sensiblen Bereichen Minibagger eingesetzt, um den etwa 30 Zentimeter breiten und 80 Zentimeter tiefen Graben auszuheben. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf etwa 340 000 Euro.

    Alte Leitung wird abgebaut

    „Nach Inbetriebnahme der neuen Kabelstrecke kann die alte Freileitung von Gschwendt nach Weingarten, die bisher Mitterfels aus Richtung Ascha versorgt hat, auf einer Trassenlänge von rund 2 600 Metern mit einem Kostenaufwand von zirka 60 000 Euro abgebaut werden. Damit können wir der Natur eine große Wald- und Wiesenfläche zurückgeben“, erläutert Weiß laut Pressemitteilung.

    Die neue Leitung sei durch die gestiegenen Anforderungen aufgrund der hohen Einspeisung erneuerbarer Energie in das Netz notwendig geworden. „Außerdem nutzen wir die Grabarbeiten, um für das intelligente Energienetz vorzusorgen“, so Netzbauleiter Weiß.

    In die Kabeltrasse wird auch ein Leerrohr für künftige Kommunikations- und Datenleitungen verlegt. Zusätzlich zum Stromnetz betreibt Bayernwerk in der Marktgemeinde Mitterfels auch das Straßenbeleuchtungsnetz mit 433 Brennstellen.Der Netzausbaubedarf in ganz Bayern bleibt weiter hoch. Bayernwerk wendet in diesem Jahr wiederholt mehrere Hundert Millionen Euro für Instandhaltung und Erneuerung der Netze auf.

    Fit für die Energiezukunft

    Die Infrastruktur erfordert immer mehr Digitalisierung und Innovation. Energie wird zunehmend vor Ort erzeugt, vor Ort gespeichert und vor Ort verbraucht. Dahinter stecken komplexe Technologien. Bayernwerk sichert mit seinen Netzen in diesem anspruchsvollen Umfeld die Versorgung von rund sieben Millionen Menschen im Freistaat.

    Insgesamt 400 000 Euro

    Mit der Ausführung der neuen Kabelleitung von Hörmannsberg nach Mitterfels hat Bayernwerk die Partnerfirma Eichinger Kabeltechnik mit Standort in Kirchberg im Wald im Landkreis Regen beauftragt. Für die Netzbaumaßnahme wendet Bayernwerk insgesamt rund 400 000 Euro auf.

    Die Inbetriebnahme der neuen und der Abbau der alten Leitung sollen bis Ende Juni abgeschlossen sein.

    Bericht : ta (SR-Tagblatt, 2.4.2020)

     

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