Seit mehr als zehn Jahren Friedensgebet auf der Burg

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    Überlasst Bedürftige nicht sich selbst - Seit mehr als zehn Jahren Friedensgebet auf der Burg

    Brennende Kerzen wiesen den Weg zur Burg, wo die traditionelle Friedensandacht der Ökumenerunde Mitterfels gehalten wurde. Seit mehr als drei Jahrzehnten lädt die Ökumenische Friedensdekade im November unter dem Motto „Zehn Tage für den Frieden“ zum Nachdenken, Beten und Handeln für den Frieden ein. Auch der Ökumenerunde Mitterfels liegt Frieden am Herzen.

    Deshalb trifft man sich seit mehr als zehn Jahren im November auf der Burg zu einem Friedensgebet. Es stand in diesem Jahr unter der Frage "Solidarisch?" und beschäftigte sich mit der Frage nach dem Leben, nach dem solidarischen Mitleben mit Armen und aus der Gesellschaft Ausgestoßenen. Es ging auch darum, wie aus Fremden Partner und Freunde werden.

     

    Vorbereitet wurde die Andacht vom Team der Ökumenerunde mit den Geistlichen Pfarrer Pater Dominik Daschner und Diakon Walter Peter, der die Lieder auf seiner Gitarre begleitete. Peter erinnerte an das "historische Datum 9. November", das mit Judenprogromen und Hitlerputsch eine traurige Bedeutung erlangte.

    Es sei heute nötiger denn je, für den Frieden zu beten, so Peter. Dabei sollte auch die eigene Friedensfähigkeit hinterfragt und Solidarität für eine friedliche Welt geübt werden. Gerade christliche Gemeinden können so zu Orten des Suchens und des Lernens werden, sagte Peter.

    In seiner Predigt ging Pater Dominik auf das Evangelium von der Brotvermehrung und der "Speisung der Fünftausend" ein.

     

    Gemeinsames Essen sei ein Grundbedürfnis des Menschen. Das Gleichnis zeige: Das Wohl der Menschen gehört mit zum Auftrag der Christen. Jesus mache deutlich: "Überlasst Menschen, die etwas brauchen, nicht sich selbst". In dem Gleichnis gehe es auch um Gemeinschaft, um das solidarische Miteinander.

     

    Daraus wachsen Frieden und Gerechtigkeit. Das endgültige Sattwerden des Menschen sei mehr, als ihnen zu essen zu geben. Dass das Miteinander gelinge, sei das Wunder. "Es kann gelingen, wo Dankbarkeit herrscht und wo wir das, was wir haben, solidarisch teilen. Wo wir Christus in unsere Mitte nehmen".

    Im Glaubensbekenntnis von Seoul 1990 wurde der Glaube an die Liebe Gottes beschworen, das Lied der ökumenischen Friedensdekade von der Solidarität und die Fürbitten baten darum, in Wort und Tat für Frieden und Gerechtigkeit einzutreten. Dem schloss sich das gemeinsame Vaterunser an.

     

    Bildtext: Friedensgebet: "Solidarisch?" lautete die Frage beim Friedensgebet auf der Burg.

     

    Bericht und Bild : erö (SR-Tagblatt, 12.11.2013)

     

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