Gebetswoche für die Einheit der Christen

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    "In Christus verbunden" - Gebetswoche für die Einheit der Christen

    Seit Jahren hat die Ökumene in den christlichen Gemeinden von Mitterfels einen hohen Stellenwert. Schon vor den Bemühungen der Ökumenerunde, die seit der Jahrtausendwende besteht, gab es die gemeinsame Segnung der Schulanfänger, den ökumenischen Schul-Abschlussgottesdienst und gegenseitige Einladungen zu Festen in der katholischen und evangelischen Pfarrgemeinde.

    Beide verbindet auch der Name, beide nennen sich Heilig-Geist-Kirche. Einmal mehr wurde diese Verbundenheit, auch mit Christen in aller Welt, im Rahmen der "Gebetswoche für die Einheit der Christen" gefeiert.

    In diesem Jahr fand die Andacht in der evangelischen Kirche statt, gestaltet von einem Team mit Pfarrer Pater Dominik Daschner und Diakon Walter Peter. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Singkreis unter der Leitung von Gabriele Krön, an der Orgel saß Wilma Tosch. Die Gebetswoche stand unter dem Wort "Ist denn Christus zerteilt?" und wurde von kanadischen Christen vorbereitet. Das Wort aus dem 1. Korintherbrief nimmt Bezug auf die großen Unterschiede in Kanada: die verschiedenen Sprachen und unterschiedlich geprägten Regionen. Daher wird in Kanada auch der christliche Glaube unterschiedlich gelebt und bezeugt.

    So wurde das Eingangsgebet in Anlehnung an die Tradition indogener Gruppen in Kanada durch Verneigen in die vier Himmelsrichtungen gesprochen. "Für Irokesen in Kanada leben wir Christen auf der Welt alle wie in einem großen Dorf", erklärte Diakon Walter Peter. Im 1. Korintherbrief ermahne der Apostel Paulus die unterschiedlichen Gruppierungen und Strömungen in der Gemeinde, sich auf das Fundament Jesu Christi zu besinnen: "denn Christus ist eben nicht zerteilt. Wenn wir in den Grenzen unserer Konfessionen bleiben, werden wir auf dem Weg der Einheit nicht vorankommen".

    In der Predigt, die von Maria Birkeneder in Vertretung Pater Dominiks verlesen wurde, ging es um den Rangstreit unter den Jüngern, vom Sich-Vergleichen auch in der Gemeinde von Korinth und den Parteiungen: wer ist der Bessere, der Ursprünglichere, der Größte? Vergleichen macht bitter, denn immer bleibt ein Verlierer zurück, so Pater Dominik. Auch Adam und Eva wollten mehr sein, wollten groß sein wie Gott. Von Anfang an beginne der Mensch sich zu vergleichen, und so gehe das Paradies verloren. "Aus diesem dummen Spiel auszusteigen - damit fängt die Erlösung an. Dann bist du frei, der zu sein, der du bist", meinte Pater Dominik. Das gelte auch für die verschiedenen christlichen Konfessionen: Nicht vergleichen, wer die bessere ist, sondern aus der eigenen Geschichte, Tradition und geistlichen Erfahrung heraus den Glauben an Christus leben. Nicht als Vergleich, sondern als gegenseitige Ergänzung.

    Bericht und Bild : erö (SR-Tagblatt, 25.1.2014)

     

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