Das 15. Mitterfelser Magazin ist erschienen - Schwerpunkt ,,200 Jahre Pfarrei Mitterfels"

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Ein kurzweiliges "Bilderbuch" für Erwachsene - Das 15. Magazin ist erschienen - Schwerpunkt "200 Jahre Pfarrei Mitterfels"


Es liest sich wie ein Bilderbuch für Erwachsene, interessant und dabei so kurzweilig, dass man es gar nicht mehr aus der Hand legen will - das Mitterfelser Magazin Nummer 15/2009 unterhält und informiert auf fast 160 Seiten über Geschichtliches und Menschliches, über Rätselhaftes und Grässliches. Das Titelbild mit einem Gemälde von der früheren Pfarrkirche Kreuzkirche sowie Sankt-Georg-Kirche und Burg Mitterfels ist dem Themenschwerpunkt "200 Jahre katholischer Pfarrsitz Mitterfels" gewidmet.

Auf der nächsten Seite sind zwei kleine, feine Skizzen des Zeichners und Bildhauers Hans Rieser von der historischen Hien-Sölde zu sehen. Damit macht er nicht nur den Lesern. sondern auch dem Freundeskreis des historischen Hauses eine Freude. Herausgeber des Heftes ist der Arbeitskreis Heimatgeschichte, dessen Mitglied Franz Tosch für die gelungene moderne Gestaltung verantwortlich zeichnet.
Dass Geschichte keineswegs trocken sein muss, beweist im ersten Artikel Dr. von Klimstein mit seinen Ausführungen über die Säkularisation von 1802/1803 auf dem Gebiet der Diözese Regensburg. Der Leser erfährt von den Schrecknissen der Beschlagnahme kirchlichen Besitzes für die Betroffenen und über die Folgen für das ganze Land Bayern. Als Ergänzung dazu ein Bericht über Beda Aschenbrenner aus Haibach, den letzten Abt des Klosters Oberalteich, als "Bauernprofessor" verlacht, obwohl klug und hoch gebildet. Was es mit einer Geistermaschine und Zauberei im Kloster Oberalteich auf sich hatte und was für ein Kunstbanause der angebliche Landrichter von Mitterfels, Pechmann, war erzählt S. Michael Westerholz.
Auf zwei große Mitterfelser Jubiläen nimmt das Magazin Bezug:
Franz Wartner blickt auf 200 Jahre Schulgeschichte zurück. Und Matthias Kutzner beleuchtet mit vielen Bildern die Geschichte von 200 Jahren Pfarrei Mitterfels. Dazu gehören auch " 75 Jahre Kindergarten Mitterfels", über die Leiterin Birgit Baumgartner-Steinbauer schreibt. Alois Bernkopf erzählt anschaulich vom Mitterfelser "Doktor-Kutscher" Xaver Lehner und von seiner eigenen, nicht immer einfachen Kinderzeit als Flüchtlingsbub auf einem kleinen Bauernhof in Gschwendt.

Dass man auch als Behinderter sein Leben meistern kann. wird am Beispiel des Falkenfelsers Hans Schub deutlich: Er litt an Kinderlähmung. besaß aber einen starken Willen. Lebensmut und Durchsetzungskraft. Er brachte es vom Holzhauer bis zum Schuster und machte sich später einen Namen als Akkordeonspieler und G'stanzlsänger.
Von der neuen Faszination Rittertum und Mittelalter wird im Heft übergeleitet zu Geschichten über das Geschlecht der Fraunberger zum Haag auf Burg Falkenfels. Hier hat Edda Fendl eine Menge Wissenswertes zusammengetragen. Theo Breu berichtet dann vom traurigen Schicksal der Falkenfelser Turmuhr, die in der schweren Zeit vor der Währungsreform ewig nicht eingebaut wurde und nun, seit der Renovierung des Turms, vergessen in einem Stadl verstaubt.
Harry Stretz lässt die Falkenfelser Kirchenglocken erzählen. was es mit dem Falkenfelser Glockenstreit auf sich hatte. In den Erinnerungen von Heinrich Vogl an seine Kindheit und Jugend in Haselbach. an Hitlerjugend und Kriegsdienst bis zum Kriegsende wird sich so mancher 80-Jährige wiederfinden. Und noch eine Nachknegserinnerung: Sigurd Gall erzählt vom ersten Unterricht in einer provisorischen Klasse in der Mitterfelser Bahnhofswirtschaft.
Lustig, aber auch ein Spiegel der Zeitgeschichte sind die zahlreichen Einträge im Ödwieser Hüttenbuch. Nach dem Krieg wurde das Haus auf der Ödwies bewirtschaftet und zog viele Besucher an. Auch die Gegenwart kommt nicht zu kurz: Thornas Althammer stellt das Gschwendter Moos und seine Schönheit vor:
Claus-Bernhard Weber berichtet vom Gastspiel der Seidenschwänze im vergangenen Januar in Mitterfels, und Gudrun Sirowatka beantwortet die Frage "was kann ein Skiclub tun, wenn der Schnee fehlt". Antwort: einen romantischen Christkindlrnarkt organisieren. Den gibt es inzwischen seit 13 Jahren in Mitterfels.
Musikpfleger Stefan Seyfried berichtet vom neuen Musikarchiv des Landkreises, von kostbarem Notenmaterial und von der Archiv-Eröffnung 2007. Mit seinen deftigen Sprüchen ist der Bericht über Josef Fendl gewürzt Dem folgt der Exkurs von Josef Fendl "Vom griechischen Sagwort zur waldlerischen Kürzestgeschichte" . Es geht auch um die Sprachwurzel für die "Wellküren" - und noch vieles mehr. Das neue Heft liegt in allen Banken und im Schreibwarengeschäft Stolz in der Burgstraße aus.

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