Gut leben in Mitterfels: Über das Anspruchsdenken des Burgtheatervereins

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gutlebeninmitterfels„Ich schlüpfe gern mal in eine ganz andere Rolle“ – Sepp Simmel über das Anspruchsdenken des Burgtheatervereins, den er seit 2007 führt

 

Theater gespielt wurde im Markt Mitterfels schon immer. Aber im Lauf der Jahre schlief die Begeisterung etwas ein. Bis im Jahre 2000 die Sanierung der Burganlage abgeschlossen war und der damalige Bürgermeister Werner Lang die Idee hatte: "Hier sollten wir Freilichttheater spielen."

 

burgtheaterZusammen mit anderen Theaterbegeisterten wie Rosemarie Weinbacher, Ilse Wiesmüller, Anneliese Kienberger oder Xaver Bugl wurde die Idee in die Tat umgesetzt, der Burgtheaterverein gegründet und mit dem "Holledauer Fidel" das erste Singspiel auf die Bühne gebracht. Regie führte Sepp Fischer, der dem Burgtheaterverein bis heute treu geblieben ist.

"Wir wollten Musiktheater machen und anspruchsvolle Unterhaltung bieten", erklärt Sepp Simmel, der dem Verein seit 2007 vorsteht.

Welche Stücke wurden seither gespielt?

Sepp Simmel: "Nach dem "Holledauer Fidel" haben wir die Satire "Lumpazi Vagabundus" aufgeführt, dann folgten die "Donauliesel" und das "Wirtshaus im Spessart". Im Frühjahr 2007 wurde mit dem Stück "Es gibt keine Helden mehr" erstmals auch ein "Winterstück" erfolgreich aufgeführt. Mit den Aufführungen von "Das Wirtshaus im Spessart", "Der Mann von La Mancha" und "My Fair Lady" sowie zuletzt "Die Dreigroschenoper" und "Das weiße Rössl" haben sich der Aufwand und der Anspruch an die Spieler immer mehr gesteigert. Für "My Fair Lady" wurde die Bühne erstmals an die Außenmauer der Burg verlegt, das Bühnenbild bekam mehrere Spielebenen."

In diesem Jahr wird "Sugar manche mögen's heiß“ gespielt. Worin liegt der Reiz dieses Stückes?

Sepp Simmel: "Es ist wieder mehr eine Komödie, es darf gelacht werden, obwohl es mit einem Mord ernst anfängt. Es ist immer lustig, wenn Männer in Frauenrollen auftreten, und das Stück wird so gespielt, wie es geschrieben wurde, ohne große Veränderungen. "

weinbacherWie setzen Regisseur und Akteure die Verwechslungskomödie um?

Sepp Simmel: "Das ist nicht ganz einfach, weil es viele verschiedene Spielorte gibt. Da sind wir alle gefordert. Es gibt nur drei Hauptrollen "Jerry", "Joe" und "Sugar", die haben sehr viel Text zu lernen und tragen das Stück. Über das Bühnenbild gibt es noch keine Details. Das wird erst ab Mai besprochen. Die Inszenierungen sind eigentlich mit jedem Jahr aufwändiger geworden. Regisseur Sepp Fischer hat aber eine unendliche Phantasie, und wir versuchen dann, diese Ideen umzusetzen."

In den Vorjahren waren das Salonorchester der Kreismusikschule und der Singkreis in das Spiel eingebunden. Was ist in diesem Jahr anders?

Sepp Simmel: Diesmal ist die Bigband der Kreismusikschule als Projektorchester unter der Leitung von Stefan Lang dabei. Seine Frau, die Musiklehrerin Klaudia SalkovicLang, leitet den Theaterchor. Mit der Kreismusikschule und ihrem Leiter Andreas Friedländer können wir bei unseren Singspielen aus dem Vollen schöpfen."

Wann beginnen die Proben?

Sepp Simmel: "Wir proben schon seit Ende Februar. Die Gemeinde hat uns dazu freundlicherweise die alte Turnhalle überlassen. Die Singproben laufen bereits seit Weihnachten. Auch im Fundus wird längst gearbeitet. Mit den Kostümproben werden wir nach Pfingsten beginnen, der Kartenvorverkauf in der Gemeinde läuft bereits."

Sie spielen die Rolle des alten Millionärs Sir Osgood Fielding. Was macht Ihnen am Theaterspielen so viel Spaß?

Sepp Simmel: "Es ist schön, wenn ich in einer Gruppe etwas bewegen kann. Auch schlüpfe ich gern einmal in eine ganz andere Rolle als im Leben, beispielsweise wie die des bösen Gefängniswärters im "Mann von La Mancha" oder des Schneiders in "Lumpazi Vagabundus", der das Leben voll genießt. Dann bin ich komplett weg vom Alltag."

 

Quelle: Elisabeth Röhn, in: SR-Tagblatt vom 25. März 2013, Seite 18

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