Ehrenabend der FFW Mitterfels

Mit einem gemeinsamen Gottesdienst und einem Ehrentag im Vereinslokal Landgasthof Fischer sind die Leistungen der Stützpunktfeuerwehr Mitterfels gewürdigt worden. 

Die Betonung sei auf „freiwillig“ zu legen, erklärte MdB Alois Rainer in seinem Grußwort. Die Feuerwehrmänner seien 24 Stunden und 365 Tage im Jahr im Einsatz, trotz Pandemie und schwerer Einsätze auf der B 20, oft mit seelischer Belastung. Rainer würdigte die solide Grundausbildung, die in der Freizeit geleistet werde, und die Unterstützung durch die Kommune, die trotz sparsamer Politik Gelder für die FFW bereithalte. „Denn“, so Rainer, „es geht um alle Bürger in Not.“

Corona nimmt keine Rücksicht auf Notfälle

Auch Landrat Josef Laumer würdigte die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehrler und Werner Schmitzer, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, blickte auf viele gefährliche Einsätze in Zeiten der Pandemie und in den von Unwettern betroffenen Gebieten zurück.

Corona nehme keine Rücksicht auf Brände, Unfälle und Überschwemmungen, betonte Kommandant Christian Irlbeck und sprach allen Mitgliedern Respekt aus. „Feuerwehreinsätze mussten trotz schwieriger Umstände gemeistert werden und viel Zeit sei geopfert worden, um anderen zu helfen und Gesundheit und Eigentum der Bürger zu schützen.“

Auch das Vereinsleben der FFW sei von der Pandemie geprägt, kein Tag der offenen Tür, keine Leistungsabzeichen, auch die wichtigen Übungen mussten entfallen. Geehrt wurden aktive Feuerwehrmänner für 25- und 40-jährige Mitarbeit, „als Anerkennung des Freistaates für die langjährige Bindung der ältesten Bürgerinitiative und die viele Zeit, die ihr für die Feuerwehr aufgebracht habt“, erklärte Bürgermeister Andreas Liebl.

Er würdigte die Unterstützung in Corona-Zeiten, einer Lage, die niemand voraussehen konnte, die zeitweise unbeherrschbar schien. Liebl wies auf den hohen Stellenwert einer guten Ausbildung hin. „Dieses Ehrenamt kennt keinen Terminkalender, ein Einsatz kommt ungeplant und spontan – eine große Herausforderung für Feuerwehrler, Familie und das berufliche Umfeld.“

Ehrenfahnenmutter besonders ausgezeichnet

Als besondere Auszeichnung des KFV wurde Ehrenfahnenmutter Anneliese Dietl mit dem Ehrenzeichen in Gold am Bande geehrt. Sie war Fahnenmutter 1967 beim 100. und 1992 beim 125. Gründungsfest, ist seit 24 Jahren Ehrenfahnenmutter, stiftete beim 150. Gründungsfest ein Ehrenband und unterstützt die Feuerwehr bis heute mit Geld- und Sachspenden.

Das Ehrenzeichen in Silber des KFV erhielt Mathias Bein, seit 1987 aktives Mitglied der FFW Mitterfels und Schriftführer seit 21 Jahren. Weiter wurden vom KFV ausgezeichnet: Josef Popp, Silber, 26 Jahre aktiver Dienst, Fahrer und Maschinist, seit 2012 stellvertretender Vorsitzender; Steffen Gruhle, Silber, 26 Jahre aktiver Dienst, Fahrer und Maschinist, Atemschutzgeräteträger und 2. Gerätewart; Alois Breu, Gold, 26 Jahre aktiver Dienst, Fahrer und Maschinist, Atemschutzgeräteträger und Gerätewart; Josef Holmer, Gold, 40 Jahre aktiver Dienst, 33 Jahre Atemschutzgeräteträger; Josef Schwarz, Gold, 41 Jahre aktiver Dienst, Atemschutzgeräteträger, Fahnenjunker und Jugendwart, sechs Jahre stellvertretender Vorsitzender und Vertrauensmann; Klaus Dietl, Gold, 41 Jahre aktiver Dienst, Fahnenjunker, Gruppenführer, Atemschutzbeauftragter und Geräteträger, 18 Jahre 2. Kommandant, neun Jahre Schatzmeister; Franz Fischer, Gold, 40 Jahre aktiver Dienst, Atemschutzgeräteträger, Gruppenführer, fünf Jahre Kommandant; Adolf Irlbeck Gold, 43 Jahre aktiver Dienst, neun Jahre Atemschutzgeräteträger, Fahrer und Maschinist, 16 Jahre Gerätewart, sechs Jahre stellvertretender Vorsitzender, zwölf Jahre Kommandant, sechs Jahre Kreisbrandmeister und für 13 Feuerwehren zuständig. Irlbeck war Mitglied des KFV, Schiedsrichter bei Leistungsabzeichen und Jugendwettbewerben und ist seit fünf Jahren Vorsitzender der Stützpunktfeuerwehr Mitterfels.

Auch verdiente Mitglieder wurden geehrt

Die Ehrung verdienter Mitglieder übernahm der FFW-Vereinsvorsitzende Adolf Irlbeck: Franz Fischer, 40 Jahre, Silber; Xaver Bugl, 50 Jahre, Gold, und Erich Schießl, 60 Jahre, Gold. „Ihr alle habt euch durch langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im aktiven Feuerwehrdienst in hohem Maße verdient gemacht“, erklärte Irlbeck.

Als Mitterfelser Kreisbrandinspektor sei er stolz auf seine Heimatfeuerwehr und stolz darauf, diese Ehrungen durchführen zu dürfen, betonte Markus Weber stellvertretend für Kreisbrandrat Albert Uttendorfer.

Die Zusammenarbeit mit Mitterfels klappe immer hervorragend, auch sei die FFW Mitterfels sehr gut mit technischen Geräten sowie Fahrzeugen ausgestattet, sagte Weber mit einem Dank an die Marktgemeinde.

Bericht und Bild : erö (SR-Tagblatt, 17.7.21)