Schüt­zen­ge­sell­schaft fei­er­te das 140-jäh­ri­ge Ver­eins­be­ste­hen

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Wo Ge­ne­ra­tio­nen zu­sam­men­hal­ten - Be­son­de­re Eh­run­gen

140 Jahre Königlich Privilegierte Schützengesellschaft Mitterfels – ein Jubiläum, das gefeiert werden muss, beschloss Schützenmeister Fritz Baumeister. Gefeiert wurde mit all den Mitterfelser Vereinen, die den Schützen seit Jahrzehnten die Treue gehalten haben, beispielsweise mit der zahlreichen Teilnahme an der Marktmeisterschaft.
Das Schützenheim wurde sommerlich geschmückt, hier ist Barbara Baumeister ein großes Lob zu spenden, und das Duo Norbert Stenzel und Toni Niedermayer sorgte für stimmungsvolle Musik. Eine Überraschung gab es zum Schluss: Fritz Baumeister hatte eine neue Ehrenscheibe gestiftet und einen Schuss vorgegeben. Wer dieser Vorgabe am nächsten kam, durfte die Scheibe behalten. Der Glückliche war Patrick Butz.

Auch Ehrungen wurden vorgenommen: 60 Jahre sind Willi Stapf und Werner Mende Mitglieder bei den Schützen, 50 Jahre hält Ehrenmitglied Herbert Urban dem Verein die Treue, als Dritter wurde Sven Baumeister, 2. Gauschützenmeister, geehrt. Er ist seit 20 Jahren aktives Mitglied und engster Mitarbeiter von Fritz Baumeister.

Unter Zustimmung der Mitglieder wurde Bert Schwinghammer, 66 Jahre Mitglied und ehemaliger Vereinswirt, zum Ehrenmitglied ernannt. Weil sie zum 100-Jährigen als Fahnenmutter bereitstand und den Verein stets unterstützt, wurde Rosemarie Weinbacher zur Ehrenfahnenmutter ernannt.


Zeitreise durch 140 Jahre Mitterfelser Schützen

Doch zunächst begab sich Fritz Baumeister auf eine Zeitreise durch 140 Jahre Mitterfelser Schützen. Im Königreich Bayern von 1878 gab es weder Euro noch Autos noch Handy oder elektrischen Strom, sagte Baumeister. Aber bereits 1874 habe sich aus einem Wanderverein eine Schießabteilung gegründet. Mit dem Ende der Monarchie und dem Nationalsozialismus mussten alle Schützenvereine ihre Tätigkeit ruhen lassen. Erst 1950 begann wieder ein sportliches und gesellschaftliches Leben im Verein, damals im Gastzimmer der Friedenseiche. Zehn Schützenmeister standen seit 1878 dem Verein vor, zuletzt Gerhard Köhl, Gerhard Karow, Sven Baumeister und, seit 2009, Fritz Baumeister. 1964 schloss man sich dem Bayerischen Sportschützenbund an und beteiligte sich mit vielen Veranstaltungen am gesellschaftlichen Leben in der Marktgemeinde. Das Mitterfelser Sport- und Schützenfest gehört inzwischen leider der Vergangenheit an, bedauerte Baumeister.


Ende 1982 Einweihung des neuen Standes

Er erinnerte an den Bau der neuen Schießstätte 1976, an den Brand in der Friedenseiche 1982, bei dem aber die wertvollen Fahnen von Schützenmeister Richard Bemmerl gerettet werden konnten. Schon Ende 1982 wurde der neue Stand geweiht. Zum 100. Gründungsjubiläum wurde 1978 mit 74 Vereinen und 1 300 Gästen gefeiert. Dann kam ein weiterer Tiefschlag: Die wertvolle Königskette mit unersetzlichen Talern wurde gestohlen, eine neue musste angefertigt werden.
Ehrengaben von Minister und Bundespräsident

Aufgrund der langjährigen Tradition und dem Einsatz für das Schützenwesen wurde dem Verein 1993 eine besondere Ehre zuteil: Der damalige Kultusminister Hans Zehetmair überreichte dem Schützenmeister die Sportplakette des Bundespräsidenten und den Ehrenteller des Kultusministeriums. Nach der Schließung des Vereinsheims findet heute das Sportschießen auf einer hochmodernen Schießanlage in den Nebenräumen der neuen Turnhalle statt. Mit vielen Eigenmitteln und zahlreichen Arbeitsstunden schuf sich der Verein ein neues Zuhause, das 2013 eröffnet werden konnte. Seitdem werde ständig weiter investiert, betonte Baumeister. Sein Dank galt allen Mitterfelser Vereinen und Unternehmen für ihre Unterstützung.


Nicht gewusst, ob es weitergeht

140 Jahre sind eine lange Zeit, meinte Bürgermeister Heinrich Stenzel und würdigte die erfolgreiche Arbeit des Vereins. Auch in schwierigen Zeiten hätten sich die Schießsportler nicht entmutigen lassen. Schießsport symbolisiere in besonderer Weise Konzentration, Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein. Junge Menschen lernten soziale Kompetenz, den Wert des Gemeinsinns und aktiver Mitarbeit kennen. „Ein Schützenverein ist ein Ort des Zusammenhalts, auch der Generationen“, so Stenzel. Vor zehn Jahren habe man nicht gewusst, ob es weitergeht mit den Schützen, meinte 2. Gauschützenmeister Sven Baumeister. „Heute sind wir stärker als vorher, unser Ziel ist es, auch künftig den ältesten Verein der Marktgemeinde zu erhalten.“ Es sei den Einsatz wert. Allerdings müsse man heute schon an das 150-jährige Jubiläum denken, Neuem eine Chance geben und sich weiter einbringen.

Bericht und Bilder : erö (SR-Tagblatt, 30.7.2018)

 

 


 

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