Erwachsenen-Vorspiel an der Kreismusikschule
Günter Metzger begeisterte auf seiner Klarinette.
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Erwachsenen-Vorspiel an der Kreismusikschule

Musik kennt kein Alter

Dass Freude am Musizieren – egal, ob gemeinsam oder alleine – keine Altersgrenze kennt, das zeigte der Vorspielabend am vergangenen Dienstag in der Kreismusikschule: Statt Kindern und Jugendlichen stellten sich diesmal die Erwachsenen auf die Bühne und gaben ihr Können zum Besten. „Es ist nie zu spät, um ein Instrument zu lernen“, sagte Kreismusikschulleiter Andreas Friedländer zu Beginn des Vorspiels. Er freue sich, dass auch immer mehr Erwachsene Teil der Kreismusikschul-Familie werden und ein Instrument erlernen. Denn gerade von ihnen höre er immer wieder, wie sehr das Musizieren ihre Lebensqualität steigere.

Die Musiker entführten die Zuhörer mit ihren Stücken auf eine Reise quer durch die Musikgeschichte und die verschiedensten Genres, beginnend in der Barockzeit.kms erwachsenenvorspielabend 072026 bild2 verena lehner

Das Ensemble „Musique Antique“ unter Leitung von Stefan Seyfried (Cembalo) spielte eine Triosonate von Giovanni Pergolesi und „Two in 1 Upon a Ground“ von Henry Purcell. Gabi Hofmann (Violine), Georg Dasch (Querflöte) und Monika Schwarz (Cello) füllten den Konzertsaal der Kreismusikschule mit dem typischen kontrastreichen Barock-Klang zwischen dunklen Generalbass-Tönen und hohen Melodien.

Günter Metzger machte einen Sprung in die Zeit des Jazz und gab mit seiner Klarinette ein Arrangement des Ray-Charles-Klassikers „Georgia on My Mind“ zum Besten. Anschließend brachte er die Zuhörer mit dem Klassiker „What a Wonderful World“ ein bisschen zum Träumen. Begleitet wurde am Klavier von Stefan Seyfried. Weiter ging es mit dem Tango „Chiquilin de Bachin“ von dem Komponisten Astor Piazzolla. Achim Griesbach spielte ihn einfühlsam auf seiner Violine, begleitet von Violinlehrerin Monika Wengenroth am Klavier.

Dritte Solistin des Abends war Sonja Albert, die mit dem „Venezianischen Gondellied op. 30“ von Felix Mendelssohn Bartholdy auf dem Klavier einen Sprung in die Romantik machte. Das technisch anspruchsvolle Stück spielte sie gekonnt und streckenweise sogar auswendig. Die schaukelnden Begleitfiguren, mit denen Mendelssohn die Gondelfahrt imitieren wollte, brachte sie sehr gut zum Ausdruck.

Auch Klarinetten-Ensemble und Orchester traten auf

Der restliche Abend gehörte dann noch zwei bekannten Ensembles der Kreismusikschule, die beide unter der Leitung von Andreas Friedländer stehen. Das Klarinetten-Ensemble, neben Friedländer noch bestehend aus Claudia Köstlmeier, Christine Leopoldi und Jochen Regl, gab einen Marsch und eine Serenade von Franz Kanefzky, einem zeitgenössischen Komponisten, zum Besten und begeisterte mit seiner schwungvollen Darbietung. Den Schlusspunkt setzte das Salonorchester, das das Publikum mit in das Wien des 19. Jahrhunderts nahm. Es spielte eines der bekanntesten Stücke von Johann Strauß, den „Kaiser-Walzer op. 473“.

Das Ende des Abends unterschied sich dann nicht sonderlich viel von einem Vorspielabend von Kindern. Die anfängliche Nervosität war wie weggeblasen und Glück und auch Stolz waren auf den Gesichtern zu sehen und zeigten ganz deutlich: Musik macht einfach Freude.

Bericht und Bilder : ver (SR-Tagblatt, 20.7.2026)

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