Musik lag in der Luft
Die Schülerband „Unscripted“ (Lotta Halbe, Jannik Karl, Elias Haarländer, Stefan Pfeiffer) trat in der Kategorie „Ensemble-Spiel“ an. Fotos: Michaela König
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Musik lag in der Luft

Wenn junge Musiker über sich hinauswachsen: Musikschulpreis-Wettbewerb der Kreismusikschule begeistert mit Rekordbeteiligung und tollen Leistungen

Musik lag in der Luft, konzentrierte Spannung ebenso. Beim Musikschulpreis-Wettbewerb, einem Markenzeichen der Kreismusikschule (KMS) Straubing-Bogen, der am Samstag zum 14. Mal in Mitterfels stattfand, stellten sich 50 Schülerinnen und Schüler der Herausforderung, ihr musikalisches Können vor einer der beiden Fachjurys zu präsentieren. So viele Teilnehmende wie selten zuvor sorgten für einen abwechslungsreichen und spannenden Wettbewerb.

Rund 30 Prozent der Teilnehmenden waren Pianisten; damit dominierte als Instrument das Klavier den Wettbewerb. Daneben reichte die Bandbreite der Instrumente von Harfe und Gesang über Violine, Schlagzeug und Gitarre bis hin zu Querflöte, Klarinette, Trompete, Horn und Steirischer Harmonika. Entsprechend vielfältig war auch die Auswahl der musikalischen Werke. Mal kraftvoll und virtuos, mal fein und lyrisch, gingen die Darbietungen von eigenkomponierter Rockfusion, aktueller Popmusik bis hin zu klassischen Werken von Chopin, Bach, Mozart und Beethoven. Die jungen Talente zeigten eindrucksvoll, was sie in vielen Unterrichtsstunden und mit viel Fleiß mit ihren Lehrkräften erarbeitet hatten.

kms 032026 vorspiel1Durchwegs hohes Niveau der Darbietungen

Bewertet wurden die Darbietungen, jeweils zwei Stücke, von einer Jury aus erfahrenen Musikpädagogen, die an der Kreismusikschule unterrichten. Im Haupthaus in der Burgstraße waren dies Michael Reiß (Gitarre, E-Gitarre), Klaudia Salkovic-Lang (Gesang, Klavier), Stefan Mutz (Blockflöte, Querflöte) und Verena Apfelböck (Gesang, Klavier) sowie im Haus gegenüber Siegfried Hirtreiter (Trompete, Steirische), Beate Setz (Elementare Musikpädagogik, Klavier), Maria Hien (Klavier) und Stefan Seyfried (Klavier, Klarinette). Neben technischer Sicherheit zählten vor allem musikalischer Ausdruck, Interpretation und Bühnenpräsenz. Die Leistungen lagen häufig sehr dicht beieinander, denn das Niveau war durchweg hoch. Besonders die Preisträger überzeugten mit ausdrucksstarkem Spiel, großer Konzentration und musikalischer Reife. Ehrung der Preisträger erst beim Sommerkonzert Den ersten Platz belegte Jannik Karl aus Ascha (E-Gitarre), dicht gefolgt von Josef Plager aus Bogen (E-Gitarre) auf Platz zwei. Den dritten Platz teilten sich Claudia Plager aus Bogen (Klavier) und Leon Schultze aus Geiselhöring (Trompete) mit gleicher Punktewertung. Den Preis in der Kategorie „Ensemble-Spiel“ nahmen Jannik Karl und Josef Plager als E-Gitarrenduo mit nach Hause. Die Ehrung der Preisträger und Würdigung aller Teilnehmenden findet im Rahmen des alljährlichen Sommerkonzerts der Kreismusikschule am 21. Juli im Burghof in Mitterfels statt.

Für zehn junge Musikerinnen und Musiker geht die Reise nun weiter zum Jugendförderpreis der Sparkasse Niederbayern-Mitte (in alphabetischer Reihenfolge): Leopold Fischer aus Neukirchen (Schlagzeug), Ferdinand Haslinger aus Geiselhöring (Schlagzeug), Anne Haubold aus Haibach (Gitarre), Julian Kammermeier aus Leiblfing (Violine), Jannik Karl aus Ascha (E-Gitarre), Anna Peintinger aus Falkenfels (Steirische), Claudia Plager aus Bogen (Klavier), Josef Plager aus Bogen (E-Gitarre), Zacharias Räß aus Wiesenfelden (Trompete) und Emily Spanner aus Mitterfels (Harfe). Das Preisträgerkonzert hierzu findet am 22. Juni 2026 im Sparkassensaal in Straubing statt.

Teilnahme, als Möglichkeit, über sich hinauszuwachsen

Dass aber nicht nur die Platzierungen im Mittelpunkt standen, sondern für viele Schülerinnen und Schüler die Teilnahme am Wettbewerb vor allem eine Gelegenheit war, über sich hinauszuwachsen, machte Stefan Seyfried, der stellvertretende Schulleiter, mit seinen Worten deutlich: „Wer hier auftritt, gewinnt immer, weil er den Mut hat, sein Können zu zeigen.“ Am Ende des Tages stand für die Jurymitglieder und Organisatoren fest: Die musikalische Nachwuchsarbeit im Landkreis funktioniert – und ihr Klang ist vielversprechend.

Bericht und Bilder : mik, SR-Tagblatt, 11.3.2026

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