Vortrag über Nahtoderfahrungen

Über den Tod hinaus

 

Mitterfels. (ta) Im gut gefüllten Vortragsraum im Haus der Begegnung war es am Freitag mucksmäuschenstill, als zwei Waldler von ihren unglaublichen Erlebnissen im Rahmen ihrer Nahtoderfahrungen (NTE) berichteten. Die Volkshochschule des Landkreises hatte Sozialpädagogen und Therapeut Rainer J. G. Schmidt zu diesem die Menschen bewegenden Thema eingeladen. Die vielen, oft sehr persönlichen Fragen der Zuhörer zeigten die Ergriffenheit über jene aufwühlenden Erfahrungen, die laut Umfragen bereits 4,3 Prozent bzw. 3,5 Millionen Menschen der deutschen Bevölkerung gemacht haben sollen.

Während sich noch vor wenigen Jahrzehnten – aus Angst vor Unverständnis oder gar Einweisung in die Psychiatrie – kaum jemand traute, von so einem unglaublichen Erlebnis zu berichten, liest man jetzt sogar in seriösen medizinischen Fachzeitschriften darüber und auch immer mehr anerkannte Wissenschaftler legen die Ergebnisse ihrer Forschungsprojekte dazu vor. Obwohl keinerlei Gehirnfunktionen mehr registriert werden und der klinische Tod festgestellt wird, erzählen Betroffene von ihrer Ausleibigkeit, wo sie sich entspannt als körperlose Seele an der Zimmerdecke schwebend wiederfinden.

Sie berichten von Beobachtungen der näheren und weiteren Umgebung, wie der medizinischen Geräte, der Operation samt der Gespräche und Gedanken der Ärzte, wie auch von Besuchern und weiter entfernten Angehörigen. All diese Berichte – auch von blinden Menschen – konnten tausendfach bis ins Kleinste nachvollzogen und bestätigt werden. Vielfach wird von einem Tunnel berichtet, an dessen Ende ein anziehendes, wohltuendes und liebevolles Licht zu erkennen ist. Dann gebe es die Lebensrückschau, die moderne Form des Jüngsten Gerichtes, wo das eigene Leben nochmals mit allen Sinnen kritisch durchlebt werde und zwar auch aus der Perspektive der anderen daran beteiligten Menschen.

Alles Böse, was wir anderen Menschen angetan haben, müssen wir nochmals durchleben, woraufhin die Bilanz des Lebens gezogen und der Auftrag erteilt wird, es bei der Rückkehr ins Leben besser machen zu sollen. Am Himmelstor könne man sich für eine Rückkehr entscheiden oder werde zurückgewiesen, was oft in Gegenwart verstorbener Anverwandter geschehe, die einen begrüßen und freundlich berieten. Vieles deute also darauf hin, dass das Bewusstsein, unsere Seele, über den Tod hinaus existiert und keine bloße Funktion des biologischen Körpers ist. Selbst wenn das Gehirn nicht mehr funktioniert, können Menschen klar ihre Umgebung wahrnehmen. Dies führt bei immer mehr Menschen zu der Erkenntnis: Es gibt ein Leben nach dem Tode und wir sind alle Teil des allumfassenden göttlichen Bewusstseins, dessen Urgrund die Liebe ist. Wer mehr zu diesem Thema wissen möchte, sich für einen Austausch oder eine Mitarbeit im Rahmen einer Selbsthilfe- und Forschungsgruppe interessiert, kann sich mit dem Referenten Rainer J. G. Schmidt in Verbindung setzen, Telefon 09961/7255.

Bericht : ta (SR-Tagblatt, 11.11.2021)