Jah­res­ab­schluss-Sit­zung der Markt­ge­mein­de

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Haupt­au­gen­merk liegt auf Sa­nie­run­gen des al­ten Schul­trak­tes – Bau­grund ist ge­fragt

Traditionsgemäß findet die Jahresabschlusssitzung des Marktgemeinderates in einem offiziellen Rahmen mit Marktgemeinderäten und vielen Ehrengästen und Vertretern der Institutionen und Einrichtungen statt.

Diesmal traf man sich im Reiterhof Gürster zu einem gemeinsamen Essen.

„Wir hoffen, dass die Konjunktur weiter so gut läuft und dementsprechend auch die Einnahmen auf hohem Niveau bleiben“, betonte Bürgermeister Heinrich Stenzel. Problematisch sei die immer größere Immobilienblase, die durch die Nullzins-Politik weiter angefeuert werde. „Dies wirkt sich auf die Mieten aus, die immer weiter steigen, auch bei uns.“ In diesem Rahmen sprach Stenzel auch das Thema Flüchtlinge an: 120 Flüchtlinge sind im Wohnheim an der Steinburger Straße untergebracht, 80 Prozent von ihnen sind anerkannt und werden vom Helferkreis und Hausmeister Helmut Stumhofer betreut. Allerdings würden die Kommunen mit dem Problem der Unterbringung in geeigneten Wohnungen allein gelassen, so Stenzel. Da im Mai 2020 der Mietvertrag mit dem Landratsamt ausläuft, habe sich die Gemeinde über eine spätere Nutzung des ehemaligen Feriengeländes Gedanken gemacht. Ein Planer sei hinzugezogen worden. Positiv sei, dass die Jugendfürsorge Regensburg beschlossen habe, im Bereich der oberen Parkplätze ein Behindertenwohnheim mit 24 Plätzen zu bauen.

Bürgermedaille an Adi Pöschl verliehen

Im vergangenen Jahr feierte die Stützpunktfeuerwehr ihr 150-jähriges Bestehen und die öffentliche Bücherei blickt auf 25 Jahre ihres Bestehens zurück. Eine neue Mitarbeiterin wurde eingestellt, die Ausleihzeiten wurden erweitert. Im Gemeinderat rückte Erich Rauscher für den scheidenden Johannes Hötzl nach und Adi Pöschl wurde für seine Verdienste um den Sport die Bürgermedaille verliehen. Rundum saniert wurde das Sportheim in Rogendorf und im Freibad können die Besucher jetzt kostenlos mit dem Bayern-WLAN surfen. Ein großes Thema war die anstehende energetische Sanierung des Rathauses über das KIP-Programm sowie die Schulhaussanierung. Erste Arbeiten am Rathaus wie die Verlegung der Nahwärmeleitung und die Erneuerung der Wasserleitung im Burghof wurden bereits durchgeführt. Im sanierten ehemaligen Tankraum im Keller des Rathauses soll einmal das Gemeindearchiv untergebracht werden. Das Museum hat ein Büro mit Heizung und Internetanschluss erhalten. Straßensanierungen werden laufend durchgeführt. Nach einem Blick auf Veranstaltungen wie Kabarett, Autorenlesungen, Musikantenstammtisch, Kunstausstellung und Offenes Singen sowie die Mitterfelser Marktmeile und den Christkindlmarkt schloss Stenzel eine kurze Übersicht über die Finanzen an: Für den Verwaltungshaushalt 2017 sind 4,8 Mio Euro veranschlagt (im Vorjahr: 3,9 Millionen); die Schlüsselzuweisungen betragen 668 000 Euro, der Einkommensteueranteil erhöht sich voraussichtlich auf 1,4 Millionen. Erhöht hat sich die Kreisumlage 1,07 Mio (im Vorjahr: 991 000), die Schulverbandsumlage beträgt 250 000 Euro, und die VG-Umlage 300 000 Euro, Ausgaben Kindergarten/Krippe 400 000 Euro. Die größten Posten bei Sanierungen: Straßensanierungen 102 000 Euro, Rathaussanierung mit Wärmeleitung 236 600 Euro. Die Entwicklung des Schuldenstandes: 2015: 3,7 Millionen; 2016: 3,1 Millionen; 2017: 2,59 Millionen (voraussichtlich). Noch einige Zahlen aus der Verwaltung: Die Einwohnerzahl sind mit 2730 steigend: 27 Geburten, 47 Sterbefälle, 21 Eheschließungen, zehn Scheidungen wurden verbucht.

Sanierungsbedarf bei der Kläranlage

Im kommenden Jahr werde das Hauptaugenmerk wieder auf der Sanierung des alten Schultraktes von 1964 liegen mit einem Neubau an Stelle der alten Turnhalle, sagte Stenzel. Die Ausschreibungen für den Neubau sollen in nächster Zeit erfolgen. Auch der Brandschutz werde in die Planungen einfließen. „Die Kosten liegen bei 5,5 Millionen Euro.“ Der Zuschusssatz der FAG-Mittel liege bei 40 Prozent. Sanierungsbedarf gebe es auch bei der Kläranlage, die Belüftungsanlage müsse erneuert werden, Kosten in Höhe von 200 000 Euro stünden an. Für den Breitbandausbau werde die Gemeinde mit 92 200 Euro zur Kasse gebeten. Das Ergebnis der Luft - und Staubmessungen, die für das Prädikat Luftkurort durchgeführt wurden, liege noch nicht vor. Schwierig gestalte sich weiterhin die Suche nach neuem Baugrund, es gebe viele Anfragen, betonte Stenzel.

Bericht : erö (SR-Tagblatt, 27.12.2017)

 

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