Gut leben in Mitterfels : Jungschützen lernen früh den Umgang mit der Waffe

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    gutlebeninmitterfelsJungschützen lernen früh den Umgang mit der Waffe – Jeden Freitagabend Training in der neuen Schützenhalle – Schützenverein erhofft sich Aufschwung

     

    Einer der ältesten Vereine in der Marktgemeinde Mitterfels ist die Königlich Privilegierte Schützengesellschaft, die 1878 gegründet wurde und im Gasthof Friedenseiche ihre Heimat hatte. Die Schützen mit ihren 70 Mitgliedern und 30 Aktiven im Alter zwischen neun und 85 Jahren sind ein fester Bestandteil im Vereinsleben der Marktgemeinde.

     

    nina_schnellAls das Ehepaar Schwinghammer die Friedenseiche schloss, waren die Schützen auf der Suche nach einem neuen Heim. Mit der Einweihung der Doppelturnhalle im Herbst konnten die Schützen aufatmen: Im Untergeschoss wurden ihnen von der Marktgemeinde Räume zum Schießen sowie für die Waffenkammer, ein Schützenstüberl, Sanitäranlagen und Nebenräume bereit gestellt. Den Ausbau haben die Schützen in Eigenregie bewältigt. Sie konnten Anfang des Jahres ihre Schießanlage in Betrieb nehmen.

    120 Quadratmeter ist die Schießhalle groß und mit acht Ständen absolut wettkampftauglich, berichtet Schützenmeister Fritz Baumeister, der dem Verein vorsteht. Mit einer extra starken Dämmung der Außenwände und einer Akustikdecke ist für guten Schallschutz gesorgt. Mehr als 500 Arbeitsstunden sind geleistet und 8000 Euro in das neue Schützenheim investiert worden. Die geräumige, helle Schießhalle ist ein echtes Schmuckstück mit zahllosen Schießscheiben und Ehrentellern an den Wänden geworden. Hier wird von den 30 aktiven Mitgliedern, darunter auch Damen und Jungschützen, jeden Freitagabend mit Luftgewehr oder Luftpistole trainiert. Eine Standaufsicht ist immer dabei.

    jungschuetzen1"Wir legen Wert darauf, vor allem Jungschützen den sicheren Umgang mit der Waffe beizubringen", betont Fritz Baumeister. Nach dem Schießtraining kommt die Geselligkeit nicht zu kurz. Dann trifft man sich bei einem frischen Bier zum Fachsimpeln im Stüberl. Für den Schützenmeister und seinen Sohn Sven, der zugleich zweiter Gauschützenmeister ist, bedeutet der Schießsport in dem 1878 gegründeten Verein ein wichtiges Stück Traditionspflege. "Die Entstehung der Schützenvereine geht auf die ehemalige Bürgerwehr zurück, die sich zum Schutz der Bürger zusammengeschlossen hatte", sagt Baumeister. Der Begriff "Vortelschießen" stammt ebenfalls aus dieser Zeit.

    Auch die Jungschützen sind stolz auf ihr schönes Schützenheim. Eine besondere Freude macht ihnen das moderne Jugendgewehr, das kürzlich dank großzügiger Spenden neu angeschafft werden konnte. "Unser Bestand ist inzwischen ziemlich veraltet", meint Baumeister. Ein Jugendgewehr ist leichter als das übliche Schützengewehr und eignet sich besonders für jüngere Schützen ab zwölf Jahren.

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    "Mit den neuen Räumen ist die Zukunft des 136 Jahre alten Vereins gesichert", betont Schützenmeister Fritz Baumeister, der sich auch einen neuen Aufschwung für das Vereinsleben durch viele junge Mitglieder erhofft. Groß sei das Interesse von Kindern und Jugendlichen am Schulsporttag gewesen, als sich 20 Schüler zum Schnupperschießen angemeldet hatten.

    Trainiert wird jeden Freitag ab 18 Uhr. "Wer einmal mitschießen möchte, ist gern gesehen", sagt Fritz Baumeister.

    Quelle: Elisabeth Röhn, in: SR-Tagblatt vom 26. März 2013, Seite 17

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