Aktionsbündnis gegen Rechts - Schulsozialpädagogen organisierten Diskussionsrunde

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Aktuelle Vorfälle im Landkreis-Gebiet hatten den An­lass gegeben, dass Schulsozialpäda­gogin Ingeborg Peter mit Unterstüt­zung der Schulleitung der Volks­schule Mitterfels eine Diskussions­runde zum Thema "Jugend und Rechtsextremismus - Herausforde­rung für Schule und Jugendarbeit" angestoßen hatte. Zahlreiche Ver­treter aus Schulen, Kommunalpoli­tik, Jugendeinrichtungen und -ver­bänden im Landkreis waren der Einladung gefolgt.

Eingeladen hatte man auch einen Referenten der Landeskoordinie­rungsstelle Bayern gegen Rechtsext­remismus, der zunächst über die bayernweite Entwicklung und über die Erkennungsmerkmale rechter Propaganda berichtete. Längst be­schränke sich das Branding "rechter Öffentlichkeitsarbeit" nicht mehr auf das Hakenkreuz, das Outfit in der Szene nicht mehr auf Glatze und Springerstiefel. so der Vortragende. Viel subtiler werde heutzutage vor­gegangen und insbesondere ver­sucht, in die Freizeit-Kultur der Ju­gend einzudringen und mithilfe der Organisation von Sport- und Musik­veranstaltungen Einfluss auf Ju­gendliche zu gewinnen. Umso auf­merksamer müsse man sein.

In verschiedenen Workshops wur­den einschlägige Erfahrungen aus der Region Straubing-Bogen ausge­tauscht und Möglichkeiten des Ent­gegenwirkens diskutiert. Einig war man sich, dass man Mitglieder der rechten Szene nicht stigmatisieren wolle, sondern den Dialog wünsche. Ziel müsse es sein, für Toleranz und Menschlichkeit einzutreten, men­schenverachtende Äußerungen und Verhaltensweisen öffentlich zu dis­kutieren und damit nicht Raum greifen zu lassen. Vor diesem Hintergrund fasste man die Gründung eines Aktionsbündnisses ins Auge, zunächst solle in zeitlichem Abstand aber nur ein nächstes informelles Treffen stattfinden, um einen Über­blick über die weitere Entwicklung zu erhalten.

Infos bei der Landeskoordinie­rungsstelle unter www.lks-­bayern.de und 0151/23617782, Hilfe für Opfer unter www.bud-bayern.de oder 0151/21653187.


Bericht : Straubinger Tagblatt, 23.7.2010 (kr)