Gut leben in Mitterfels : Dritter Bürgermeister Merl lobt Vereine als Fundament der Gesellschaft

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gutlebeninmitterfelsEin Mann der klaren Worte – Dritter Bürgermeister Merl lobt Vereine als Fundament der Gesellschaft

 

Scheibelsgrub. "Wir sind ein eigenes Volk. Und Mitterfels gehörte ursprünglich einmal zu Scheibelsgrub", betont Bert Merl frei nach den Worten des Scheibelsgruber Originals und Historikers Otto Wartner, der sogar eine eigene Broschüre über Scheibelsgrub herausgebracht hat.

 

 

 

 

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Der selbständige Werksvertreter für Landmaschinen ist aber, soviel sei vorweggenommen, kein engstirniger Patriot, sondern ein leutseliger TYP, der für seine Heimat etwas bewegen will, weshalb er 2008 auch das Amt des 3. Bürgermeisters übernommen hat.

Nach Volks- und Realschule absolvierte Merl bei der Baywa eine Lehre als Großhandelskaufmann und ist bis zum heutigen Tag im weiten Umkreis auf Achse, um Produkte für Futter- und Gülletechnik zu vertreiben, seit zwölf Jahren auf selbständiger Basis. Die vielen beruflichen Begegnungen mit den niederbayerischen Landwirten des seit 1979 mit Frau Lydia verheirateten Familienvaters (zwei Töchter) tragen sicher viel zu seiner Eloquenz, Schlagfertigkeit und Kontaktfreude bei, die wir als angenehm empfunden haben, und die ihm in der Kommunalpolitik zugute kommen sollte.

Wenngleich Merl auch impulsiv sein kann und mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hält. "Wenn ich von einer Sache überzeugt bin, dann stehe ich dazu, manchmal auch mit lauten Tönen und ohne Rücksucht auf persönliche Nachteile, die mir daraus entstehen könnten", gibt Bert Merl im Gespräch mit der Heimatzeitung zu.

Wahrscheinlich hängt das kämpferische Naturell des Scheibelsgrubers mit seiner Sportbegeisterung zusammen. "Ich habe immer gesportelt", erzählt Merl von seinen Einsätzen für den TSV in der Schüler- und Jugendmannschaft. Und als der Stürmer die Erste in die B-Klasse geschossen hatte, konnte er verletzungsbedingt nichts zum Klassenerhalt beitragen. Als Jugendtrainer, Seniorenbetreuer und AR-Leiter machte sich Merl um den TSV verdient. Sehr erfolgreich war er auch als Eisstockschütze in der Jugendmannschaft des EV Mitterfels. "Ich bin bei allen Vereinen Mitglied", sagt der Mitbegründer des Kegelvereins, dem das Mitterfelser Vereinsleben ein großes Anliegen als Marktgemeinderat ist, "weil die Vereine die Gemeinschaft ausmachen und das Ortsbild prägen".

Schon 1996 holte ihn Bürgermeister Heinrich Stenzel zu den Freien Wählern, doch erst bei den Wahlen 2002 reichten für den inzwischen 58-Jährigen die Stimmen zum Einzug ins kommunale Parlament. Seit 2008 ist Bert Merl 3. Bürgermeister, VG- und Zweckverbandsrat sowie Mitglied im Werkausschuss, weshalb er jede Woche mindestens ein bis zwei Termine "zum Wohle von Mitterfels" wahrnimmt.

Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler arbeitet eng mit dem Ersten Bürgermeister zusammen. "Der Heini ist ein ehrlicher, fleißiger und zielstrebiger Mann", lobt er Bürgermeister StenzeI, dem es laut Merl "zu verdanken ist, dass Scheibelsgrub endlich kanalisiert wurde und einen Bürgersteig erhielt". Die Erneuerung des Bauhofes und der Schulhausanbau waren aus der Sicht von Merl ebenfalls "ganz wichtige Projekte für unseren Markt". Jetzt gilt es, den neuen Kindergarten mit Krippe zu vollenden und ein neues Baugebiet beim Friedhof auszuweisen, "damit die jungen Leute bei uns bleiben".

Obwohl Bert Merl beruflich viel unterwegs ist - "ich war jetzt sechs Wochen auf Ausstellungen" -, nimmt sich der musisch begabte Mann, der für ein Jahr beim Musikverein das Tenorhorn spielte und früher in seiner Freizeit vorweigend Aquarelle malte, gerne Zeit für sein Ehrenamt, "weil wir im Marktgemeinderat gut zusammenarbeiten und so was vorwärts geht". Deshalb wird Merl mit den Freien Wählern im nächsten Jahr an der Seite von Bürgermeister Stenzel noch einmal in den Wahlkampf ziehen.

Nach getaner Arbeit freut sich Bert Merl auf seine Familie. Wenn Enkelin Leni am Abend auf seinem Schoß sitzt, dann ist der Stress des Tages vergessen. Erholung findet der Dritte Bürgermeister auch bei der Gartenarbeit und in seiner Christbaumkultur, beim Radfahren oder beim obligaten Sonntagssparziergang mit seiner Frau durch die Marktgemeinde. Da sieht Bert Merl dann, wo es noch etwas zu verbessern gibt.

 

Quelle: Max Strasser, in: SR-Tagblatt vom 28. März 2013, Seite 18