En­sem­ble Ex­sul­ta­te“ be­geis­ter­te

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Früh­lings­lie­der im Burg­stü­berl

Im Burgmuseum von Mitterfels sind sie gerngesehene Gäste: Emma Loos, Viktoria Strele-Saprygin, Hilda Bogisch und Bernd Bogisch haben als „Ensemble Exsultate“ im November mit ihren Liedern wunderbare Weihnachtsstimmung im Burgstüberl verbreitet.

Nun gastierten sie wieder hier und stimmten mit fröhlichen Liedern auf die warme Jahreszeit ein. Eingeladen hatten der Burgmuseumsverein, der AK Heimatgeschichte Mitterfels und der Bayerische Wald-Verein Mitterfels, dessen Vorsitzender Martin Graf sich über die zahlreichen Besucher im frühlingshaft geschmückten Stüberl freute. Die drei Sänger verfügen über eine professionelle, musikalische Ausbildung und legen Wert auf ein anspruchsvolles Programm.

Dazu trugen auch Sigrid Hofmann, Organisatorin des Abends, und Herbert Becker mit Texten zu Frühling und Sommer bei. Frisch-fröhlich ging es los mit dem bekannten Kinderlied „Alle Vögel sind schon da“ und die Vogelschar der Sänger stellte sich selbst vor: Emma Loos (Sopran) als Amsel, Viktoria Strele-Saprygin (Mezzo-Sopran) als Drossel, Hilda Bogisch (Kontra-Alt) war der Fink und Bernd Bogisch (Bassbariton) der Star.

Vom Muttertag 1954 und zwei steirischen Zwillingen, die mit zehn Jahren ihre ersten Dirndlkleider und Haferlschuhe geschenkt bekommen und mit den Eltern eine Bergtour machen, erzählte Sigrid Hofmann. Auch damals sei gesungen worden. Die beiden Mädchen beschenkten auf dem Weg zum Gipfel ihre Mutter mit zweistimmigen Liedern zum Muttertag. Mit Heinrich Seidels Gedicht „Frühling“ und einer „Ode an den Maien“ von Julius Rodenburg wurde wieder der Frühling begrüßt.

Herbert Becker wollte den Frühling nicht unbedingt preisen und reiste gedanklich nach Indien, wo der Monsunregen sehnlichst erwartet wird, auch wenn er eine gefährliche Seite hat. Doch auch der Monsun wurde besungen mit einem zarten Liebesgedicht in blumiger, orientalischer Sprache. Ganz anders etwas Lustiges von Biergartenhockern und ihren Frühlingsgefühlen, selbstgereimt von Becker und natürlich im Dialekt, zur Freude der Zuhörer.

Zum Schluss beschenkte das Quartett die begeisterten Gäste mit internationalen Liedern, dem ungarischen Pandurenlied, einem italienischen Ringleintanz und zuletzt mit dem zauberhaften Landknechtsständchen „Matona mia cara“ von Orlando di Lasso. Als Zugabe dann ein feierliches Dankgebet aus dem orthodoxen Oster-Gottesdienst, in Originalsprache und mit ebenso viel Hingabe wie Können gesungen.

Noch ein Hinweis: Das Vocalensemble tritt am 21. Mai um 15 Uhr im Kultur-Café in Straubing, Eichendorffstr. 11 auf.

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