Die Bü­che­rei der Markt­ge­mein­de be­steht seit 25 Jah­ren

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För­der­kreis för­dert wei­ter das Le­sen - Neue Öff­nungs­zei­ten

Die öffentliche Bücherei der Marktgemeinde Mitterfels feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen. Begonnen hat alles im Dezember 1990 mit einer Idee des damaligen Schulleiters Franz Tosch und seiner Stellvertreterin Christine Mandl, die eine öffentliche Bücherei in der Marktgemeinde einrichten wollten.

 


Doch war die Begeisterung beim damaligen Gemeinderat nicht besonders groß. Als 1991 mit der ehemaligen Hausmeisterwohnung in der Schule ansprechende Räume gefunden wurden, kamen die Pläne in Gang. Vor allem die Gründung des „Förderkreises Öffentliche Bücherei“ am 12. Februar 1992 mit Gudrun Sirowatka als 1. Vorsitzender schob die Sache an. Für die Öffnung der Bücherei stellt der Schulverband bis heute Fördermittel zur Verfügung, außerdem wird die Bücherei auch vom Staatlichen Bibliotheksverband gefördert. Denn natürlich nutzen auch Schüler das umfangreiche Angebot an Medien. In der Grundschule in Haselbach gibt es eine kleine Zweigstelle der Bücherei. Für den Erhalt der Bücherei spendet der Förderverein jährlich 1 000 Euro an die Marktgemeinde. Chronist Norbert Kühnel hat seither alle Daten in sieben Aktenordnern festgehalten. Der Förderverein unter dem Vorsitz von Heinz Uekermann hat jetzt 115 Mitglieder und hat es sich zum Ziel gesetzt, das Lesen und Vorlesen in der Familie zu fördern. Auf dem Programm stehen auch kulturelle Angebote wie Autorenlesungen und Kabarett- oder Musikabende. Einmal im Monat gibt es für Kinder von drei bis sieben Jahren eine kostenlose Vorlese- und Bastelstunde, die von Müttern gestaltet wird.

Aktuell 8 300 Medien

Die Bücherei umfasst aktuell etwa 8 300 Medien, davon sind 5 100 Kinder - und Jugendbücher, 1 150 Sachbücher und etwa 1 000 Bücher aus dem Bereich Belletristik und „Schöne Literatur“. 480 Zeitschriften und Hörbücher sowie 80 Spiele runden das Angebot ab. Bücherspenden für die Bücherflohmärkte bei der Mitterfelser Marktmeile und beim Christkindlmarkt werden gern angenommen.

Viel hat sich inzwischen getan in den Räumen an der Lindenstraße/Brunnengasse. Neben Büchereileiterin Hildegard Wintermeier, die von der Gemeinde stundenweise fest angestellt ist und den Ausleihdienst am Freitagvormittag von 9 bis 10 Uhr betreut, konnten die bisherigen Ausleihzeiten mit der neuen Mitarbeiterin Sabine Rengsberger erweitert werden: Dienstag und Donnerstag von 16 bis 18 Uhr, Freitag 9 bis 10 Uhr und Sonntag von 11 bis 12 Uhr. In den Ferien ist am Donnerstag von 16 bis 17 Uhr und Sonntag von 11 bis 12 Uhr geöffnet. Rengsberger übernimmt zudem Kindergarten- und Klassenführungen und hilft mit, das Sommerferienprogramm zu organisieren.

Ein erweitertes Team von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen übernimmt die Ausleihdienste. Nicht so bekannt ist die Abteilung Heimatkundliche Literatur mit fast 400 Büchern, die Alois Bernkopf betreut. Hier kann man seltene Bücher ausleihen, die meist im Handel nicht mehr zu haben sind. Bei einem Besuch des Arbeitskreises Heimatgeschichte in der Bücherei stellte Bernkopf einige Werke heimatkundlicher Literatur vor. Darunter waren Sagen und Gedichte aus dem Böhmerwald oder eine Sammlung über Archäologie im Landkreis, verfasst von dem ehemaligen Kreisarchäologen Karl Böhm. Ausgaben des Mitterfelser Magazins sind hier ebenfalls zu finden. Gute Sachbücher über die bayerische Heimat werden als Spende gerne entgegengenommen, so Alois Bernkopf. Wünschenswert seien Räumlichkeiten für ein Archiv, in dem auch der Mitterfelser Gemeindebote, der seit 1840 lückenlos erhalten ist, und der Alt-Aktenbestand der Marktgemeinde einen Platz finden, meinte Bernkopf.

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