Oldtimer-Rallye mit Panoramablicken

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Bergpreis des Oldtimerstammtisches begeistert Teilnehmer und Zuschauer
 

Der fünfte Niederbayerische Bergpreis des Oldtimerstammtisches war geprägt von Bewährtem und zugleich Neuem. Insgesamt 74 Teilnehmer kutschierten durch die bergige Landschaft des Vorderen Bayerischen Waldes. Dabei sind mehr und mehr Frauen am Start. Und auch politische Prominenz war – als Fahrer oder Beifahrer – unterwegs.

Ein wohldurchdachtes und schon mit einiger Erfahrung geführtes Programm von Günther Lindekuh, Lothar Eiglsperger und Jürgen Baumeister lieferte die Vorlage für die rundum gelungene Veranstaltung mit den Vehikeln aus vergangenen Zeiten. Bereits die Oldtimerschau am Samstagnachmittag, verbunden mit dem Stadlfest im vereinseigenen Gebäude, zog jede Menge Zuschauer und Gäste an.

Am Sonntag lieferte der Startschuss beim Edeka-Markt in Mitterfels den Beginn eines wunderbaren Renntages, dem nur, witterungsbedingt, durch viel Nass von oben, kein grandioses Ende vergönnt war. Vom Startplatz aus fuhren die 71 Autos und drei Motorräder in zwei verschieden Richtungen zu den Ausgangspunkten für die Bergfahrt. Jede dieser Strecken musste von den Teilnehmern dreimal bewältigt werden, wobei der erste Lauf als Setzzeit galt und mit den folgenden dann möglichst genau diese Vorgabe eingehalten werden soll. Die Differenz gilt als Bewertung.

Den meisten Teilnehmern schon gut bekannt dürfte die Rallyefahrt von Inderbogen nach Hungerzell in der Gemeinde Neukirchen sein, denn dieser Straßenabschnitt ist seit dem ersten Bergpreis mit dabei und nach den Aussagen erfahrener Oldie-Lenker ein besonderes Schmankerl mit seinen zahlreichen Kurven bei einer enormen Steigung des Straßenverlaufes.

Optimale Strecke

Der zweite Abschnitt führte durch die Gemeinde Haibach und endete im Gebiet von Elisabethszell. „Wir haben jetzt unsere zweite optimale Strecke gefunden“, ist sich der Vorsitzende des Oldtimerstammtisches Günther Lindekuh sicher. Auch diese Etappe ist geprägt von Steigungen und Kurven, bietet aber ebenso einen exzellenten Panoramablick weit in die Ebene des Gäubodens und darüber hinaus. Nicht nur Fahrer und Beifahrer konnten diesen wunderbaren Ausblick genießen, sondern auch die zahlreichen begeisterten Zuschauer, die entlang der Bergfahrten den vorbeirollenden Veteranen zuwinkten. Zum Mittagessen trafen sich die Teilnehmer in Mitterfels und genossen die Küche von Jürgen Baumeister und seinen Helfern, die mit allerlei kulinarischen Köstlichkeiten jeden Hunger stillen konnte.

Danach fand der Streckenwechsel statt und die Schlauchprüfung war am Betriebsgelände der Firma Gürster zu bewältigen. Das älteste Fahrzeug, das sich die Berge und Kurven hinauf arbeitete, stammt aus dem Jahr 1928 und ist ein Ford Speedster. Dabei waren auch Automobile, deren Fertigungsort nicht Deutschland war und deshalb ihr Lenkrad auf der rechten Seite eingebaut ist. Nicht wenige Fahrzeuge waren aus weiter Entfernung angereist, sogar ein „Schweizer“ Ferrari war am Start und etliche Gefährte aus Oberbayern. Zunehmend emanzipiert sich auch das weibliche Geschlecht als Rennfahrer der betagten Autos, so dass am Sonntag bereits sieben Damen das Gaspedal drückten. Begeisterung zeigten auch Landrat Josef Laumer als Beifahrer und der Schirmherr Alois Rainer, der selbst am Steuer saß.

Die Ergebnisse

Am Abend fand im vereinseigenen Stadl die Siegerehrung statt. Karsten Paul und sein Messteam hatten mit genauester Handhabung folgendes Ergebnis vorlegen können.

Autos bis 1960: 1. Michael Hasch, Starnberg, Ford Speedster Eigenaufbau; 2. Sabine Paul, Mitterfels, Mercedes Ponto 220S; 3. Bodo Donath, Starnberg, Turner Stiletto.

Autos 1961 bis 72: 1. Tobias Tahedl, Lappersdorf, Opel GT; 2. Axel Schütz, Wenzenbach, Fiat 125; 3. Hans Dollmann, Regensburg, Porsche 911 RS.

Autos 1973 bis 85: 1. Markus Schwinghammer, Mitterfels, Mercedes 450 SE; 2. Yvonne Steinberger, Straubing, Alfa Romeo Spider Fastback; 3. Josef Höltl, Ruderting, Renault Alpine A110.

Motorrad: Thomas Kaufmann, Kirchroth, Jawa Panelka. Bestes Damenteam: Yvonne Steinberger, Straubing.

Gesamtsieger: Markus Schwinghammer aus Mitterfels mit nur 2,01 Sekunden Abweichung bei sechs Läufen und Schlauchprüfung.

 
 
Bogener Zeitung , 19.07.2016

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