Sommer-Abschlusskonzert der Kreismusikschule

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Kreismusikschule ist Talentschmiede -Viele Gäste bei Sommer-Abschlusskonzert – Musikschulpreise vergeben
 

„Bühne frei“ hieß es am Dienstag auf der Burg Mitterfels beim Sommerkonzert der Kreismusikschule (KMS) Straubing-Bogen.

Bei bestem Sommerwetter, im Duft der alten Linden und vor den Kulissen des Freilichtspiels „Der Geist von Canterville“ musizierten Schüler der Musikschule für zahlreiche Gäste.

Der Wind wehte zwar nicht nur die Notenblätter, sondern gelegentlich auch die Notenständer um. Doch das tat der Musikfreude keinen Abbruch. „Ich bin begeistert“, sagte die stellvertretende Landrätin Barbara Unger, die zum ersten Mal das Abschlusskonzert besuchte. Die Vielseitigkeit der musikalischen Vorträge habe ihr besonders gefallen. „Die Kreismusikschule ist eine echte Talentschmiede“, sagte Unger.

Zusammen mit Schulleiter Andreas Friedländer und Werner Lang, Vorsitzender des KMS-Fördervereins, überreichte Unger den drei Preisträgern des Musikschulpreises ihre Urkunden. Ausgezeichnet wurden Hannah Eickmeyer (Trompete), Lena Lohmeier (Klavier) und Hannes Baumgartner (Violine). Insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 1 300 Euro vergeben. Alle Musikschüler, die die zweite Runde des Wettbewerbes erreichten, wurden vom Förderverein mit Urkunden und einem Gutschein belohnt.

Vielfältiges Programm

Das Musikprogramm war diesmal besonders abwechslungsreich und reichte von zarter Harfenmusik, Lustigem auf dem Cello und einem Tango von Blechbläsern bis hin zu einem Mambo auf dem Saxofon und einem selbst komponierten Super-Rock. Den fröhlich-feierlichen Anfang machten ein Querflötenensemble und vier junge Cellistinnen. Percussion-Sound ist auch bei der KMS „in“. Diesmal holten drei Jungs das Drum-Set, die Congas und Bongos hervor und zeigten, was sie draufhatten.

Dass auch Erwachsene noch gern musizieren, bewiesen ein flottes Saxofon-Damenduo und ein Blockflöten-Cembalo-Duo mit einer wunderschönen Canzonetta von Frescobaldi. Nicht zu vergessen das Salonorchester der Kreismusikschule, das mit seiner heiter-beschwingten Musik inzwischen weit über Mitterfels hinaus bekannt ist.

Als Solisten präsentierten sich die drei Preisträger: Johannes Baumgartner mit sicherem und energischem Strich auf der Violine und zwei Sätzen eines Konzerts von Komarowski; Lena Lohmeier mit dem bekannten Nocturne in e-Moll von Chopin, ausdrucksvoll und mit viel Hingabe leider nur auf einem E-Piano gespielt, und zuletzt Hannah Eickmeyer mit Trompete und dem Andante und Finale von Gershwins „Rhapsody in Blue“, ein Musikstück, das sie mit Bravour bewältigte.

Die drei Preisträger bewiesen, dass sie ihre Auszeichnung zu Recht erhalten haben.

Ein Ohrenschmaus zum Schluss war Musik aus der Film-Operette „Saison in Salzburg“, gespielt vom Salonorchester im Walzertakt und echt weanerisch gesungen von Gaetano de Martino, und das Musikstück „In einer kleinen Stadt“ mit Gesang von Achim Griesbach – eine sehnsuchtsvolle Erinnerung an die 30er-Jahre.

Die Stärke der KMS seien Qualität und Quantität, erklärte Andreas Friedländer. In 26 Jahren hätten einige Tausend Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene Begeisterung und Freude an der Musik erfahren. Besonders erfreulich: Inzwischen habe sich bereits die zweite Generation als Schüler angemeldet. Friedländer wies auf besondere Merkmale der KMS hin: das Zusatzangebot mit Workshops und Kursen, der Musikschulpreis, der vergeben wird, die Musikworkshops auf der Musikakademie Alteglofsheim und die Zusammenarbeit mit der Caritas Straubing.

Höhepunkte und Erfolge

Ein Höhepunkt sei seit 16 Jahren der Jugendpreis der Sparkassenstiftung und das Projekt „Revue“ im Schwarzacher Sudhaus sei 2015 ein großer Erfolg gewesen. Ebenso erfolgreich war das Projekt „The Spirit of Motown“ von Stefan Lang und Klaudia Salkovic-Lang, sagte Friedländer.

 
Bogener Zeitung , 07.07.2016
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