| Burg Mitterfels vor 300 Jahren |
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| Heimatgeschichte - Mitterfelser Geschichte |
| Geschrieben von: Franz Tosch |
| Montag, den 15. Februar 2010 um 17:52 Uhr |
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Wir beginnen heute eine Reihe, die sich nicht an der Tagesaktualität, sondern an „runden Geburtstagen“ der Mitterfelser Geschichte orientiert. „Und wo ist jetzt der Burgturm in der Mitterfelser Burg?“ hört man manchmal von Kindern, weil in ihrer Vorstellung zu einer Burg auch ein Turm gehört, auf den man hinaufsteigen können muss. Trösten wir Mitterfelser uns, bevor wir neidisch auf Falkenfels oder Falkenstein und deren Burgtürme schielen, mit alten Darstellungen unserer Burganlage, zum Beispiel mit dem Kupferstich von Michael Wening, den er 1710 skizzierte: Und da sehen wir, dass unsere Burg einen Turm hatte – und was für einen gewaltigen Bergfried! Schade - aber das wissen die geschichtskundigen Mitterfelser natürlich - dass der nur bis 1812 stand und dann zusammenstürzte. (Im Übrigen geht es den Bogenern mit ihrer Burg noch viel schlimmer: Sie haben sie noch gar nicht gefunden.)
Aber sehr glücklich werden die bayerischen Kurfürsten vom Geschlecht der Wittelsbacher über die brutal realistische Darstellung ihres Besitzes auf dem Kupferstich nicht gewesen sein. Sehen wir doch, dass die fürstlichen Besitzer ihre Burg nicht gerade vorbildlich gepflegt hatten, ja einige Bereiche recht ruinös aussehen. Dabei war zur damaligen Zeit Mitterfels der Sitz eines recht wichtigen und ausgedehnten Pfleg-/Landgerichtes. (Aber die Wittelsbacher hatten natürlich viele Burgen, sie residierten weit weg – und vielleicht wussten sie deswegen auch gar nichts über den baulichen Zustand.)
Wir sehen, wie stark die Mitterfelser Burg gesichert war. Um in den Burghof zu gelangen, musste man zuerst über die (damals hölzerne) Burgbrücke, durch ein erstes Burgtor, das es auch nicht mehr gibt, dann noch durch ein zweites Tor im Bergfried.
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