In Süd-Nepal sind zahlreiche Menschen vom Hochwasser betroffen.

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Über­schwem­mungs-De­sas­ter - Süd-Ne­pal: Hun­der­te Men­schen be­reits er­trun­ken oder ver­misst

Monsun-Überschwemmungen und Erdrutsche haben in den vergangenen Tagen Hunderte Menschen in Nepal und Indien getötet. Regierungsbeamte aber befürchten, dass die Zahl stark steigen könnte. Noch immer sind die Retter auf der Suche nach Menschen, die unter den Schlammmassen verloren gegangen sind, so Herbert Schneeweis von der Kinderhilfe-Nepal-Mitterfels.

„Öffentliche Regierungsstellen bestätigten, dass die Zahl der Todesopfer von der Blitzüberschwemmung der betroffenen Gebiete über Süd-Nepal extrem stark ansteigen wird, da nicht viele der Tausenden Betroffenen es geschafft haben, sich in höhere Regionen zu retten. “ Erschwerend komme hinzu, dass die meisten Nepalis nicht schwimmen können. „Such- und Rettungsarbeiten sind im Gange, aber die Wasserstände sind noch nicht zurückgegangen“, sagte Shankar Hari Acharya, der Chef von Nepals nationalem Notrufzentrum.

Das Rote Kreuz schätzte eine höhere Zahl von Todesopfern, mit Dutzenden mehr fehlend und verletzt, und Tausende von Häusern zerstört. Im benachbarten Indien habe ein massiver Erdrutsch im bergigen Norden zwei Passagierbusse von einem Hügel und in eine tiefe Schlucht gefegt. Dabei sind 45 Menschen ums Leben gekommen, sagte Sandeep Kadam, ein hochrangiger Beamter am Schauplatz am späten Sonntag.

„Etwa 200 Meter nationale Autobahn wurden dabei weggewaschen“, sagte der indische Armee-Sprecher Colonel Aman Anand, der Rettungsmaßnahmen zu koordinieren half. Die Katastrophe folgte den Tagen des starken Regens, der den Boden auf steilen Hängen lockert und Dörfer am Fuße der Berge jede Monsunzeit bedroht. Nepals Wetterabteilung, die viel zu spät warnte, kann laut Schneeweis den sintflutartigen Regenfällen nur hilflos zusehen. Die Kinderhilfe-Nepal-Mitterfels hat durch finanzielle Soforthilfe an die Partner-Organisation Quick Volunteers 10 000 Euro für Medizin bereitgestellt, um Gesundheitscamps aufzubauen. Quick Volunteers ist mit mehreren Hundertschaften des Vereins seit zwei Wochen unterwegs, um diese Gesundheitscamps zu organisieren.

Mittlerweile sind über 30 dieser Camps eingerichtet. Ein weiterer Geldgeber, der Verein „Wasser für die Welt aus Wiesent“, Familie Margit und Heri Wirth, hat weitere 20 000 Euro für die Wiederherstellung der Trinkwasserversorgung zugesagt. Info Spenden an den Verein Kinderhilfe-Nepal-Mitterfels, Kennwort Hochwasserhilfe, Bankverbindung: Sparkasse Straubing-Bogen, IBAN: DE68 742 500 00 0570253310, BIC: BYLADEM1SRG. Falls Spendenbescheinigung erwünscht, bei Spenden über 100 Euro Adresse auf der Überweisung angeben. Info auch unter www.kinderhilfe-nepal-mitterfels.de.

Straubinger Tagblatt, 21.8.2017

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